einer Reise nach Corsica. 279
selten von dem Wege der Tugend abgewichen sey/und daß dieses nicht aus einem Mangel des Gefühlsund der Leidenschaften hergerühret habe, sonderndaß. sein Gemüth mit wichtigen Gegenständen ange-füllet, und seine Leidenschaften mit edlem Dinge»,als mit einem ausschweifenden Vergnüget, beschäf-tiget gewesen. Ich sahe an dem Beyspiel des Paolidie große Kunst, junge und lebhafte Leute vor derSeuche des Lasters zu bewahren, wobey oft eine Artguter Gesinnungen, Redlichkeit und Muth, mittugendhaften Eigenschaften nahe verbunden, be-findlich find.
Man zeige einem jungen Menschen, daß wirk-lich mehr in der Tugend, als im Laster, enthaltensey, so wird man ihn gewiß, wahrend der Jahreseiner heftigen Leidenschaften, sicherer gewinnen, alsseinen Verstand von der Richtigkeit der Ethik durchGründe überzeugen.
Einsmals erzählte er uns bey der Tafel die vor-nehmsten Beweise für das Daseyn und die Eigen-schaften Gottes. Es war bewundernswürdig, dieseBeweise mit vieler Anmuth und Nachdruck von demberühmten Paoli, in der Mitte seines heldcnmüthi-gen Adels, wiederholet zu hören. Ich habe wenig-stens niemals eine erhohetere Empfindung in meinemGemüthe verspüret.
Ich nahm Gelegenheit, des Königs von P***Schriften, und insonderheit den Brief an den Mar-schall Keith zu erwähnen. Paoli, der oft mit Be-wunderung von der Größe dieses Monarchen redet,S 4 schwieg