280 Tagebuch
schwieg hier, an statt einen so großen Helden in dem,was er an ihm als Unrichtig erkannte, so gleich zutadeln, ein wenig stille, und sagte alsdann mit einerernschaften und nachdrücklichen Miene: „Es ist.für„einen alten sterbenden General ein schöner Trost:„ihr werdet in Kurzem nicht mehr seyn».
Er bemerkte, daß die epikurische Philosophienur einen einzigen erhabenen Charakter hervor ge-bracht habe; da hingegen der Stoicismus eine rechtePflanzschule großer Männer gewesen sey. Ich erin-nerte mich hierbey der schönen Stelle des Lucans:
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Da er gefraget wurde, ob er die Insel, derenBeschützung er unternommen hatte, verlassen wollte,wofern ihn eine fremde Macht zum Feldmarschallerklären, und zum Gouverneur einer Provinz ma-chen würde; so antwortete er: „ich hoffe, man wird„mich für redlicher oder ehrbegieriger halten; in-„dem die Annehmung der höchsten Aemter unter ei-„ner fremden Macht, doch immer nichts anders als„dienen seyn würde„.
„Ein Obrister, ein General oder Feldmarschall„gewesen zu seyn, sagte er, würde zwar meine §a-„fel, meinen Geschmack in Kleidung, und die„Pracht, wozu ich meinem Range nach berechtiget„gewesen wäre, befriediget haben. Aber es würde
„für