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Tagebuch
„sind kühn, munter, standhaft und heftig in der„Liebe zur Freyheit und zu ihrem Vaterlande. Ihre„Sitten sind nur bloß Natur, ihre gesellschaftlichen„Zuneigungen feurig, und ob gleich die Blutsfreund-„sehest einen großen Einfluß bey ihnen hat, so sind„sie doch gegen Fremde großmüthig und gastftey.„Die Religion ist bey ihnen in allgemeiner Achtung,„ob sie gleich durch mannigfaltigen Aberglauben ver»„stellet *) ist„.
Paoli wünschte sehr, daß ich den Charakterder Corscn recht kennen lernen möchte. Gehen Sieunter die Corscn, sagte er, iemehr Sie mit ihnenreden, desto angenehmer wird es Ihnen seyn. Ver-gessen Sie die Niedrigkeit ihres äußerlichen Auszuges,hören Sie ihre Gesinnungen, so werden Sie unterdiesen armen Leuten viel Ehre, Verstand und Ge-schicklichkeit finden.
Sein ganzes Herz erweiterte sich, wenn er vonfeinen Landesleutcn redete. Seine eignen Eigen-schaften ließen sich in einer ungewöhnlichen Größe se-hen, da er die Tugenden derer beschrieb, derenGlückseligkeit sein ganzes Leben beschäftigte. Ersagte: „Wenn rch eine Armee von Corscn, wi»„der eine doppelt so starke feindliche Armee führen„sollte, und würde nur wenig Worte zu den Eorfln„reden, um sie an drc Ehre ihres Vaterlandes und„ihrer tapfern Vorfahren zu erinnern, so will ich„zwar nicht behaupten, daß sie überwinden würden,„aber ich bin versichert, daß nicht ein Mann von
„ihnen
*) kretsce lv com^sracive Vl«v. prZ. z