einer Reise nach Corsica. 289
von seinen Söhnen getödtet worden. Er sahe diesesals ein schweres Unglück an, es sey aber auf Seitenderer, die ihm seiner Söhne beraubet, ohne Boß»heit geschehen, und er wäre es zufrieden, daß man esohne Untersuchung hingehe» ließe. Allein seineFrau, die um Rache bekümmert wäre, hatte darumangehalten, daß man sie ergreifen, und strafen sollte.Er bäte daher Se. Excellenz, daß man die größteSorgfalt dieserwegcn nehmen möchte, damit nichtin der Hitze der Feindschaft unter seinen Nachbarn,jemand als ein Schuldiger an dem Blute seinerSöhne möchte bestrafet werden, der wirklich unschul»dig wäre. Es war in dieser Gesinnung clw^ soedles, da doch zu gleicher Zeit der alte Mann, wegendes Verlustes seiner Kinder, so betrübt zu seyn schien,daß es mir auf die empfindlichste Art zu Herzen gieng.Paoli sahe mich hierauf mit Gefälligkett, und einerArt von liebenswürdigen Triumph, über das Betra-gen des alten Mannes an, der einen ganzen Stromvon Worten, und eine Lebhaftigkeit der Geberdcnhatte, welche dasjenige völlig rechtfertigten, ivasPetrus Cyrnäus von der corsischen Beredsamkeit ge»sagt hat: „Man würde sagen müssen, daß sie alle„gute Sachwalter wären».
Ich sahe wohl ein, daß Paoli Ursache hatte, zuwünschen, daß ich viel mit seinen Landesleuten re»den möchte, da es mir eine größere Meynung so-wohl von ihm, als auch von ihnen, beybringen konnte.Thuanus hat mit Recht gesagt: „Die Gesinnungen„der Eorsen sind veränderlich», doch ist ihreNei-T gung