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Tagebuch
»schell Waffen in das Herz von Deutschland, als fein»eigen Vaterland. Ich handele nach Empfindungen„und nicht nach langen Schlüssen»,
„Tugendhafte Gesinnungen und Fertigkeiten,„sagte er, sind über die philosophischen Schlüsse,„welche nicht so stark sind, und sich beständig verän-dern. Wenn alle Professores in Europa in eine„Gesellschaft gebracht würden, so würde es ohne„Zweifel eine sehr ehrwürdige Gesellschaft seyn, und„sie würden uns mit den besten moralischen Lehren„unterhalten. Doch glaube ich, daß ich mehr wirk-liche Lugend in einer Gesellschaft guter Bauern in„einem kleinen Dorfe, mitten auf unserer Insel,„finden würde. Man könnte von diesen zwoen Ge-sellschaften sagen, was man ehedem vomDemosthe-„nes und Lhemistocles sagte: jener war mächtig in„Worten; dieser aber in Thaten,»
Diese Art von vertraulichem Umgang führteMich darauf, daß ich ihm erzählete, wie viel ich vontiefsinnigen Ueberlegungcn gelitten hatte. Ich hätteMich mit einem Gemüthe, lvelches von Natur zurMelancholie geneigt wäre, und mit einer starkenBegierde die Dinge zu ergründen, und mit großerAnstrengung auf metaphysische Untersuchungen ge-legt, und über solche Gegenstände, die der Menschnicht wissen kann, über meine Einsicht nachgedacht.Ich sagte ihm dabey, ich hatte mein Gemüth zu ei-ner Camera Obscura gemacht, und selbst in derHihemeiner Jugend das: non efi rann; und das: omniavaniraL eines solchen Menschen gefühlet, der alle
Anneh«