einer Reist nach Corsica. z 09
Armen, und sie wurden auf den armen Menschensehr erbittert, und sagten, daß ihre Nation jetzt be-schimpft sey. Paoli dachte in diesem Stücke anders.Er sagte zu mir: „Es ist mir dieses sehr lieb, und„es wird nützlich seyn; indem es viel darzu beytra-gen wird, daß wir uns zu einer gehörigen Subor-dination gewöhnen. Wir haben jetzt noch eine„allzu große Gleichheit unter uns, wir müssen eben„so, wie wir corfische Schneider und Schuhmacher„haben, auch einen corstschen Henker haben«.
Ich war aber in diesem Stücke nicht einerleyMeynung mit ihm. Die Verrichtungen einesSchneiders und Schuhmachers, ob sie gleich fürniedrig gehalten werden, sind doch nicht verhaßt.Da ich nachmals den Herrn Rousseau in Englandantraf, und ihm meine corfische Reise erzählte, warer ebenfalls darinne mit mir einig, daß es für dietapfern Einwohner der Insel etwas edles seyn wür-de, wenn sie sagen könnten, daß ein Eorse lieberden Tod leiden, als ein Henker werden wollte; under hielt auch mit mir dafür, daß es von guten Nu-tzen seyn würde, wenn man allezeit einen Genueserzum Henker von Corsica machen könnte.
Doch ich muß den Genuesern Gerechtigkeit wie-dcrfahrcn lassen, und hier, was Paoli mir erzählethat, anmerken, daß selbst einer von ihnen lieber denTod in Corsica gelitten hatte, als ein Henker ge-worden war. Da ich als ein Vritte, den der Ab-ftheu vor der Lyranney angebohren ist, von Naturkühn genug war, und mit vieler Heftigkeit widerU r die