Zlo Tagebuch
die Genueser redete, so sagte Paoli, mit einer Mäßi-gung und Aufrichtigkeit, die ihm selbst bey der Re-publik Ehre machen sollte: „Es ist wahr, die Ge-„mieser sind unsere Feinde; aber wir müssen nicht„vergessen, daß sie die Nachkommen jener würdigen„Männer sind, die ihre Waffen über denHcllespont„gcführet haben„.
Es ist ein Umstand in dem Charakter des Paoli,den ich meinen Lesern mit Behutsamkeit vorlege,weil ich weiß, wie.lcicht man zu einer Zeit darüberspotten kann, da die Menschen so sehr zum Unglau-ben geneigt sind, daß sie sich eine Ehre daraus zumachen scheinen, den Umfang ihres Glaubens soklein, als möglich, zu machen. Allein, ich sehediese ungläubige Wuth nur als eine zeitliche Modedes menschlichen Verstandes an, und bin versichert,daß wir einmal wieder zu einer ruhigem Philosophiezurück kehren werden.
Ich kann mir nicht anders vorstellen, als daßwir uns, ob wir es gleich in Wissenschaften weitergebracht haben, und uns eines höheyr Grades derErkenntniß in Dingen, zn welchen unsere Kräftevöllig zureichend sind, rühmen können, doch nichtso sehr überheben sollten, gründlichere Urtheile, alsunsere Vater, vorzugeben. Ich will es daher wa-gen, zu erzählen, daß Paoli zuweilen außerordent-liche Eindrücke von entfernten und zukünftigen Be-gebenheiten hat.
Die Art und Weise, wie ich es entdeckte, wardiese. Da ich sehr begierig war, einen so erhabenen
Charakter