ßrs Tagebuch
gemacht hatte. Er bemerkte dabey, -aß die Ge»schichte des Alexanders dunkel und ungewiß sey;indem seine Generals, welche sein Reich unter sichgetheilet, sich zu sehr bemühet hatten, sein Leben un-feine Thaten zu erzählen, und auf alle Weise gewünschthatten, ihn bey der Nachkommenschaft verhaßt zumachen.
Ich habe niemals meine eigene Mangel so sehreingesehen, als zu der Zeit, da ich in Corsica war.Ich fühlte es, wie geringe meine Geschicklichkeitwar, und wie wenig ich wußte. Stolz ausdas Glückein Begleiter des Paoli zu seyn, und ein Land undVolk zu kennen, welches mich so sehr aufmunterte,wünschte ich ein Herr Jakob Macdonald zu seyn. *)Der letzte Tag, den ich bey dem Paoli zubrachte,schien mir von unschätzbaren Werth zu seyn. Paolischien mir größer und liebenswürdiger als sonst zuseyn, da ich im Begriffe war von ihm Abschied zunehmen. Die Nacht vor meiner Abreise ereignetesich ein Zufall, der ihn in dem angenehmsten Lichtezeigte. Da die Bedienten bey den Abendessen denNach»tisch auftrugen, so ließ einer von ihnen von ungefähr
eine
') Der Herr Jakob Macdvnald war Taren aus der InselSky, der in feinem ein und zwanzigsten Jahre die Gelehr»samkeitund Geschicklichkeit eines Professors nebst denVoll-kommenheiten eines Weltmannes besaß. Etvn und Oxfordwird sich seiner ais eines ihrer größten Zierden erinnern.Er war an den vornehmsten Höfen i» Europa bekannt ter mußte aber wieder alles Vermuthen sein Leben las-se». Er starb zu Frcseati, nahe bey Rom, im Jahreixüs. Wen» er langer gelebt hätte, so würde ich ihqvielleicht beredet haben Corsica auch z« besuchen-