zr» Tagebuch
Natur sind nach der Zeit, da ich einen so erhabenenCharakter so genau habe kennen lernen, so sehr er-höhet worden, daß ich durch eine Art von anstecken-der Krankheit eine Hitze empfinde mich selbst her-vorzuthun, und in so weit, als es meine Umständeund Fähigkeit verstatten, Nutzen zu schaffen. Jaich bin nunmehr auf meine übrige Lebenszeit voneiner sklavischen Furchtsamkeit in Gegenwart großerMänner völlig befreyet. Und wo soll ich einengrößer» Mann, als Paoli, finden?
Da ich von Sollacaro abreiset?, war ich ziem-lich unpäßlich. Das alte Haus des Colonna war,wie die Familie seines Herrn, sehr verfallen; so -aßbeydes, Wind und Regen, in mein Schlafzimmereindrungen. Hierdurch zog ich mir eine starke Vcr-kältung zu, welche sich in ein drcytägrges Fieber en-digte. Es war keine Hülfe davor. Und ich konntemich auch wohl einigen Unbequemlichkeiten unter-werfen, da ich so viel Glück geyoffcn hatte.
Ich wurde einen Theil des Weges von einemschwarzbrauncn Priester begleitet, der niemals ausCorsica gekommen war. Er war wegen seiner Stärkeund Unerschrockenheit ein rechter Herkules. Erhaltenebst zween andern Corfcn ein Eastell eingenommen,worinnen sunszehen Genueser zur Besatzung gelegenhatten. In der That, die Corsen verachten ihreFeinde so sehr, daß ich sie oft habe sagen hören,„unsere Weiber würden schon wider die Genueser„zureichend seyn,,. Dieser Priester war ein dicker,starker und lustiger* Mann, der weder Kenntniß
noch