einer Reise nach Corsica. zZ9
gegen die guten Leute, die ich zu Bastia gesehenhabe, genugsam an den Tag legen soll.
Die Franzosen schienen mit den Corsen sehr ei*nig zu seyn. Ehemals hatten die Einwohner derVermittelung von Frankreich viel zu verdanken ge*habt. Doch sind, seit der Zeit da Sampiero das Ober-haupt geworden war, viele Mißhelligkeiten unterihnen gewesen. Eine besondere Streitigkeit ereig-nete sich unter der Regierung des Königs Ludwigdes Vierzehnten. Die corsische Leibwache des Pap-stes beschimpfte in der Hitze ihres Zornes den franzö-sischen Gesandten zu Rom. Der stolze Monarchfaßte den Entschluß diese Beleidigung zu rächen.Allein der Papst Alexander der Siebende, der dieschlimmen Folgen wohl voraus sahe, willigte in alleBedingungen, die Frankreich verlangte, welchedarum bestunden, daß die corsische Leibwache ge-nöthigct seyn sollte den Kirchenstaat zu räume», daßdiese Nation für unfähig erkläret werden sollte, w-nials dem heiligen Stuhle wieder zu dienen; unddaß man ihrem alten Wachhause gegen über einePyramide, auf welcher die Ungnade des Königesgegen sie bemerket würde, aufrichten sollte. *)
Der Herr Le Brun, dessen vortrefliches Genieeinen ieden Umstand zur Ehre seines Monarchenverherrlichen und vergrößern konnte, hat diese Be-gebenheit als einen Madaillon auf einer von den Ab-theilungen der großen Gallerte zu Versailles geliefert.Frankreich erscheinet daselbst mit einer erhabenenMiene, und zeiget der Stadt Rom den Riß von derP s Pyra-
*) Olplnmsti^vie 1664.