4 Geschichte der kön. franz. Akademie
Majestät ihm ausdrücklich, die Akademie um Rath zu fra- sgen. Allhier wurde der Inhalt erwählet, die Handlun-gen und Austritte eingerichtet und zugetheilet, und dieZwischenbelustigungen an gehörige Stellen geordnet. Sowie nun jedes Stück nach und nach in der Ausarbeitungwuchs; so zeigte Herr Dumaulr die Stücke davon dem Kö-nige, welcher allemal fragte: was sagt die kleine Aka-demie dazu k denn so nennete er sie. Alcestes, The- ^
sius, Atis, Isis, phaeron rc. rc. sind die Früchtedieser Bemühungen gewesen. Auch alle aridere Werke,von welchen die Akademie im Stande war zu urtheilen,mußten ihrem Gutachten unterworfen werden : und sowohldes altern Herrn Lelibiens Wörterbuch der Künste, alsdessen Gespräche über die Malerey, sind erst nachüberstandener Beurtheilung der Gesellschaft, an das Lichtgetreten. I
Die erstem Mitglieder der Akademie waren nur vier ander Zahl, und allerseits Glieder der französischen Akademie. >
Herr Lhapelain, der Abt Bourzeis, Herr Charpenrierund der Abt von Tasiagnes. ^
Herr perrault, Gegenrechner oder Mitaufseher der Ge-bäude, ein Mann, auf welchen Herr Tolberc sein Vertrauensetzte, ward in den Zusammenkünften zwar zugelassen; doch ;
ohne daß er in der Zahl der Mitglieder gewesen wäre. Er i
führte so gar die Feder dabey,*damit er dem Minister alle- !zeit Nachricht geben könnte, was man beschlossen hätte. !Allein, da er einige Zeit hernach in die französische Aka- idemie aufgenommen ward: so nahm man ihn auch in diekleine auf, und er ersetzte die Stelle des Abts von Casiagnes.
Der Abt Bourzeis starb im 1672 Jahre, und Lha-pelain im 1674. Ihre Stellen wurden durch den Abr Tal-lemant den jüngern, und den Herrn Mmnault ersetzt, diebeyde Mitglieder von der französischen Akademie waren.
Zu Anfattge des 1682 Jahres, legte Herr perraulr sein ^Amt bey den Gebäuden nieder: und da er bey dem Herren >Colderc nicht mehr so viel, als ehemals galt; so hörte er i
auf, !