Band 
Erster Theil.
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vn. Fraguier

Zeit die Religion, die Staatskunst, die Polizei) der Städ-te, die häusliche Zucht, die Künste, sowohl diejenigen, diezum Kriege dienen, als diejenigen, die insonderheit im Frie-den blühen, gewesen sind: so entdecket man einen uner-schöpflichen Reichthum darinnen, und bereuet einigermaßen,alle die Zeit, als verloren, in welcher man bey dem Ho-mer nur den Dichter, und nicht auch den Geschichtschreiber,gesuchet hat.

Wenn er übrigens den Homer für den ältesten von al-len weltlichen Schriftstellern halt: so begehret er sich nichtmit denen in Streit einzulassen, welche glauben, daß He-siodus schon lange vor ihm gelebet habe. Er weis garwohl, was man von dieser Sache sagen kann; er weisauch, daß man aus einigen Stellen der h. Schrift, vielesLicht haben könnte. Allein er hat sich vorgenommen, sichlediglich an den Homer zu halten, und aus verschiedenenStellen seiner Gedichte zu entdecken, ob die Malerey zu sei-ner Zeit üblich gewesen; es sey nun, daß Homer wenigeJahre nach der Belagerung von Troja, davon er einigeBegebenheiten erzählet, oder lange Zeit hernach, gelebet habe.

Es ist nicht nöthig anzumerken, daß der Verfasser un-ter dem allgemeinen Namen der Malerey, sowohl von demRisse als von den Farben redet: denn wenn der Riß dieSeele der Malerey ist: so sind die Farben deren Leib. Nachdes pliniuö Zeugnisse ist das Kupferstechen von der Zeitder trojanischen Belagerung an, im Gebrauche gewesen;allein er scheint nicht zu glauben, daß man damals schon et-was von der Malerey gewußt. Nach diesem Grundfaßeerstaunet er, daß diese Kunst, da sie so späte angefangen,nachmals in sehr kurzer Zeit, auf einen so hohen Grad ge-trieben worden: artinm celerius conluinmatam,

cum Iliaci8 temporibus nou ssüsse cam xippsreat.

Lr'6. F/. Wir haben es nicht nöthig vom plinius zu er-fahren, daß das Kupferstechen, ja so gar die Bildhauerkunst,schon im Gebrauche gewesen, als die Griechen Troja be-lagerten. Man kann daran gar nicht zweifeln, wenn man

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