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Erster Theil.
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von den Leibesübungen der Alten. 99

ten zu verschaffen, als die meisten von denen sind, die un-sere neuern Sammler von demjenigen zusammen getragen,was bey einer selchen Sache merkwürdig seyn kann, undwas auch zu gleicher Zeit zu mehrerer Kenntniß sowohl deralten griechischen und römischen Schriftsteller, als der Auf-schriften , Münzen, gestochenen Steine, erhabenen Arbeiten,Gebäude und anderer Denkmäler, gereichet, die wir vondiesen alten Völkern noch übrig haben.

Er hat geglaubet, er müsse diese Materie mit einerAbhandlung von der Gymnastick überhaupt anfangen, wor-innen er sich bemühet, den Ursprung dieser Kunst auszufin-den, ihrem WachSkhume nachzugehen, die Denkzeiten zu be-merken, da sie sich unter drey verschiedene Stände vertheil-te, nämlich unter die Soldaten, Arzncykunst, und unterdie Fechter ; ferner die zu den Leibesübungen bestimmtenöffentlichen Oerter zu beschreiben, das Amt derer Bedien-ten anzuzeigen, die denselben vorgesetzt waren, und dieverschiedenen Arten der Leibesübungen zu erzählen, welcheden Griechen und Römern bekannt gewesen.

HerrBürette ist überzeugt, daß die Leibesübung fastso alt seyn muß, als die Welt. Denn da alle ihre Uebun-gen sich auf drey Hauptpuncte belaufen, nämlich auf dieVertheidigung des Leibes und alles dessen was davon ab-hängt, auf die Erhaltung der Gesundheit und auf die bloßeZeitkürzung : so darf man nicht zweifeln, daß die Men-schen nicht schon zu allen Zeiten zu allem dem sollten geneigtgewesen seyn, was ihnen diese Vortheile verschaffen kann.Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß gleich bey der Auf-richtung der ersten menschlichen Gesellschaften, die Menschen,welche die Nothwendigkeit dieser kriegerischen Künste einge-sehen, um die Anfälle ihrer Nachbarn dadurch abzutrei-ben, dergleichen Spiele verordnet, und zugleich gewissePreise aufgesetzet, um die Jugend zu dergleichen Uebungenzu ermuntern.

Allein, was seiner ersten Einrichtung nach nur einZeitvertreib und ein Spiel war, das ward endlich eine so

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