Band 
Erster Theil.
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lOv vm. Des Herrn Bürette Abhandlung

wichtige Sache, daß die berühmtesten Städte und ganzeVölker, Theil daran nahmen. In der That sah man esfür die größte Ehre an, die nur zu erlangen steht, wennman in dergleichen öffentlichen Spielen als Sieger, auöge-,rufen und in Gegenwart aller seiner Mitbürger gekrönetward. Man glaubte so gar, daß die Götter und Heldensich desjenigen annehmen könnten, was die Menschen soangenehm schmauchelte; daher führte man bey venFeyernder Religion, das heißt, bey dem Gottesdienste selbst undbey den Leichengeprängen, die man den Geistern der Ver-storbenen zu Ehren hielt, die mehresten von denen Uebungenein, die bis dahin nur bloß dazu gedienet hatten, die Men-schen in der Kriegskunst zu üben. Da es nun schwer war,alle diese Uebungen höher zu treiben, ohne sie gewissen Ge-setzen zu unterwerfen, oder in gewisse Regeln einzuschrän-ken , so machte man aus allen diesen Dingen ein gewissesLehrgebäude, so man die Gymnastick nannte, weil dar-inn alles enthalten war, was die Leibesübungen betraf.

Herr Bürette findet die Spuren dieser Kunst schonseit dem trojanischen Kriege; welches er mit vielen Stel-len aus dem Homer und insonderheit mit dem 2z B. derIlias bewenek, allwo dieser Dichter die Spiele beschreibt,womit man das Leichenbegangniß des parroklus gefeyert.Es erhellet aus dieser Beschreibung, die das älteste Denk-maal ist, was wir von den griechischen Leibesübungen ha-ben, daß dieses Volk sich schon zu der Zeit mit dem Wagen-rennen, Klopffechten, Ringen, Wettlaufen zu Fuße, Ge-fechte auf Leib und Leben und mit geschliffenem Stahl, Tel-lerwerfen, Bogenschießen und Wurfspieße zu werfen, grü-bet hat. Es erhellet so gar aus der Beschreibung, welcheHomer von einer jeden dieser Leibesübungen machet, daßschon zu der Zeit, der Gymnastick, zu dem Namen einerKunst wenig mehr gefehlet- Hieraus nun schließt HerrBürette, daß, wenn Galenus vorgiebt, die Gymnasticksey zu Homers Zeiten noch unbekannt gewesen, und erst

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