nr vm. Des Herren Bürette Abhandlung
Erhitzung des Wassers, und die andern zu Ausschöpfungund AuSgießung desselben dieneren; so wendet er sich zu derBeschreibung gewisser Werkzeuge 8tnAi!es genennet, di»nicht nur in den Bädern selbst, sondern auch in den Ue-bungsplätzen sehr nützlich waren, um die Haut der Kampferund derer, die sich badeten, zu reiben und zu kratzen. DieseWerkzeuge waren aus Horn, Elfenbein oder Metall ge-macht. Man unterschied zween Theile daran; das Heft,capuluz, welches gemeiniglich ein rechtwinklichteö?aralls-lochpechim ausmachte, hol und länglicht war, und in des-sen Hölung man in den Seiten die Hand ansetzen konnte,womit man das Instrument angriff; und denn die Zunge,ÜAuIa, welche halbcirklicht gekrümmet, auf Rinnenart aus-geholet, und auf dem von dem Hefte entferntesten Ende ab-gerundet war; welches zu einer Art von Ablaufe des Was-sers, Schweißes, oderOeles und der andern Unsauberkeitender Haut dienete, indem diese Art von Striegel immer be-weget ward. Diese Beschreibung zieht von selbst die Er-klärung der Salbungen und des Reibens nach sich, welchesin den Badern üblich war; so wie auch der Gebrauch dereinzelnen, oder zusammengesetzten Arzeneyen. Zuletzt folgteive Erzählung aller derer Bedienten, die an diesen Oerternaufwarteten.
4. Herr Bürette beschließt die Abhandlung alles des-sen, was die Bader betrifft, mit einer Untersuchung des-jenigen, was man deren Polizei) nennen könnte, das heißt,gewisse Gesetze, welche entweder durch obrigkeitliche Ge-walt ^ oder durch die Gewohnheit eingeführet worden, undwelche entweder den Wohlstand, oder den Unterschied desRanges, oder des Alters und Geschlechts, oder die Zeitund Stunde zum Baden, und das Geld, welches man denBadern zahlte, betraf. Er bemerkt, daß die Lacedämo-nier die einzigen unter den Griechen gewesen, welche denGebrauch der Bader und Uebungsplaße für beyde Geschlech-ter zugleich eingeführet. Die alten Römer hätten sie hier-innen nicht nachgeahmet, weil sie nicht einmal glaubten, daß
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