Band 
Erster Theil.
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„4 ix. Galland

IX.

Galland, von dem Ursprünge und

Gebrauche der Trompete, bey

den Alten.

diese Materie dem Herrn Galland der Unkersu-chung eines Liebhabers der Alterthümer sehr würdigzu seyn schien; so hat er einen weitläuftigen Tracratverfertiget, davon er in dem 1706,1707 und 1708 Jahre,der Akademie verschiedenes vorgelesen. Das ganze Werkist in drey Haupttheile abgetheilet.

In dem ersten, worinnen der Verfasser insonderheitden Ursprung der Trompete und deren verschiedene Artenfestsetzen wollen, zeiget er, daß dieselbe schon vor MosisZeiten bekannt gewesen. Den Beweis zieht er aus demzehnten Capitel des vierten Buchs Most, allwo Gott demMoses befiehlt, zwo Trompeten zu machen, die von Sil-ber seyn und einen verschiedenen Klang haben sollten, undwodurch die Befehlshaber das Volk und dessen Bewegun-gen ordnen könnten. Da nun Gott in dieser Stelle, zumMoses, nur von dem Metalle zu diesen Trompeten, undvon den verschiedenen Zeichen redet, die sie geben sollen, vonihrer Figur aber gar nichts saget; so kann man daraus ganznatürlich schließen, daß diese Form dem Mosts sowohl, alsden Istaeliren bekannt gewesen. Und wo hätten sie wohldiese Kenntniß hergenommen, als aus Aegypten s Dar-aus folget nun, nach Herrn Gallands Lehrgebäude, daßdie Tronipete unfehlbar daselbst, entweder vom Mizraim,oder von einem seiner ersten Nachkommen, erfunden seynmüsse. Was diese Meynung noch mehr bestärket, ist, daßdie Griechen selbst erkannt haben, es sey Osrris, einer derersten ägyptischen Könige, Erfinder davon. Freylich haben