Band 
Erster Theil.
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von der Trompete. HZ

einige andere diese Erfindung der Minerva zugeeignet;allein wenn man die Sache historisch untersuchet, so fehltsehr viel, daß der Gebrauch der Trompete bey den Griechenso alt sey, als er bey den Aegypkiern und Israeliren gewesen,weil sie nicht einmal bey der rrojamsthen Belagerung be-kannt gewesen zu seyn scheint. Was aber Homers Zeitenbetrifft, so ist es gewiß, daß man sich in den Schlachtender Trompete bedienet hat, wie man dieses mit dem sinn-reichen Gedichte von dem Frosch - und Mausekriege, bewei-sen kann. Hieraus nun lernen wir, daß, wenn Homerden Griechen und Trojanern keine Trompeten giebt, esdarum geschehen, weil man sich damals derselben noch nichtbedienet hat, und dieser große Dichter sich dem Tadel seinerLandsleute nicht aussehen wollen, welches) gut wußten als er,wie neu der Gebrauch der Trompete noch inGrkechenland war.

Virgil ist in diesem Stücke so behutsam nicht gewe-sen als Homer, welcher letztere, weil er alter war, dieGebrauche jener Zeit auch viel besser kannte. Man findetnämlich in der Aenris, daß Misenns ein Sohn des Aeo-lus, bey der trojanischen Belagerung ein berühmter Trom-peter gewesen, der sich oftmals an Hektors Seiten hervor-gethan. Nach einigen Schriftstellern, sind die Tyrrhe«nier die Erfinder der Trompete. Arhenaus sagt ausdrück-lich, daß dieses Volk ^ die ge-

krümmte und die gerade Trompete, erfunden habe. Andere,z.E. paujanias, eignen deren Erfindung, nicht dcn Tprr-heniern, sondern deren Anführer dem Tprrhenus, einemSohne des Herkules und Bruder des Lydus, zu.

Der Ursprung der Trompete scheint bey den Griechen,und Römern einerley zu seyn, und der Gebrauch dieses In-struments, geht bey allen beyden, nicht über Herkuls Zei-ten hinaus. Dieses Spiel machte einen Theil der feyerli-chen Spiele aus, die man in Griechenland hielt, und eSstand auch ein Preis drauf.

Die griechischen Schriftsteller geben nichts sonderli-ches von der Trompete ihres Landes an die Hand. Von

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