Band 
Erster Theil.
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n6 ix. Galland

den Trompeten der Römer aber, findet man mehreres undfie unterscheiden sich von den Griechen dämm, daß sie drey-erley Arten derselben gehabt haben.

Die erste war diejenige, welche man lud» nannte,von lubus, weil sie einer Röhre glich. Diese Trompetewar gerade, und hieß auch Vubg chreöka, rcilluni.Oben am Ansähe war sie enge, hernach erweiterte sie sichallmählich und endigte sich mit einer cirkelförmigen und ge-schrcklichen Rundung, auf eine Art, die derjenige» völliggleicht, welche noch heute zu Tage unter uns gebräuchlich ist.

Die andere Art römischer Trompeten war kleiner als- die erste. Sie gieng gegen das Ende zu krumm, säst wieein Vogeldeuterstab, von welchem sie auch den Namen bä-tuur hatte. Zuweilen hieß sie auch lubu curua.

Die dritte Art endlich von Trompeten, welche bey denRömern gebräuchlich war, nannte man knccina oder kuc-ci-num. Diese war fast ganz krumm und cirkelförmig. Sie giengdem Trompeter unter dem linken Arme weg, und krümMtesich dergestalt herum, daß die äußerste Oeffnung, von ebender Gestalt als der geraden Trompete ihre, sich von vor-neu, oben über der Achsel zeigte, als ob sie sich wieder zumMundstücke fügen wollte.

In dem andern Theile dieses Tractats untersuchet HerrGalland, wozu man die gerade Trompete, welche dieGriechen o-a-XAV'-A und die Lateiner Duba nennen, am ge-wöhnlichsten gebrauchet. Dieß geschah nun im Kriege umdie Soldaten zu ermuntern, oder sie zur Fahne zurück zu ru-fen,wenn sie sich in derHi'he des Treffens davon verirret hatten.

Die gerade Trompete in den Kriegsherren, war in-sonderheit dem Fußvolke bestimmet; und diejenigen, wel-che sie bliesen, hießen lubicines: sie diente ebenfalls zuFuße; es müßte denn bey gewissen Gelegenheiten gewe-sen seyn, da man sie zu Pferde sehte. Wenn die Heeregegen einander rückten, so bliesen die Trompeten zum An-marsch, das heißt, sie gaben das Zeichen zur Schlacht. Al-lein, eben sowohl als ein gewisser Ton der Trompete bedeu-tete,