Band 
Erster Theil.
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von den Anrufen der Alten. 129

aber nur bl'ö an das SiegSgepränge. Da indessen JuliusCäsar ihn beybehielt, nachdem er sich des Reichs bemäch-tiget, so ward er nachmals ein eigener Name seiner Nach-folger und ihrer unumschränkten Oberherrschaft.

Die Zurüse des Senats scheinen in der That ernsthaf-ter zu seyn, als die Zurüse des Volks ; allein sie kommendoch aus eben dem Ursprünge, das heißt, aus der Begier-de, sich entweder dem Fürsten, oder denenjenigen gefälligzu machen, in die er sein Vertrauen setzte, und sie hattenauch mit jenen einerley Endzweck, es sey nun, um ihm dieallgemeine Einwilligung und den Eifer der ganzen Ver-sammlung zu bezeugen, oder ihm wegen seiner Siege Glückzu wünschen, oder um ihm endlich neue Versicherungen derTreue zu geben.

Diese Zurufe geschahen gemeiniglich, nachdem derjeni-ge Senator, welcher den Bericht abstattete, ausgeredethatte. Alle andere bezeugten ihre einhällige Einwilligung,durch den Zuruf: Omnes, Onmes; oder eii,

luüum elft Zuweilen sieng man auch von den Zurufenan. Zuweilen endigte man auch, ohne alles fernere Rath-schlägen, damit. Auf diese Art ist es bey allen denen Wah-len und Ausrufungen der Kaiser zugegangen, wobey dasAnsehen des Raths etwas zu sagen hatte; wie denn dieGeschichtschreiber von solchen Beyspielen voll sind. DieLobeserhebungen, welche man solchen Fürsten gab, sind inprächtigen Ausdrücken abgefaßt. Allein die Schmäucheleyund die Umstände der Zeit, ertheilten selbige ohne Unter-scheid den Guten und Bösen: Für diejenigen, die sie ver-dienten, war es freylich eine Ehre; und denen, die ihrer un-werth waren, war es ein wahrer Schimpft

Eben daö kann man von denen Zurufen sagen, womitman diejenigen Schriftsteller beehrete, die ihre Werke öf-fentlich ablasen. Dergleichen Vorlesungen und Reden wur-den mir großen Umständen an öffentlichen Orten gehalten;z. E. im Capital, in den Tempeln, und im Athenao, wel-ches eine Art von Akademie war, oder auch in den Pallä-

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