Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

von den Zurufen der Alten. ,zr

stille zu schweigen. Hingegen waren sie auch nicht zu trö-sten, wenn der LeSort nicht so, wie sie wohl wünscheten,von ihrem Lobe erschollen. So bescheiden auch der jüngereplinius war, so zornig ist er doch auf gewisse boshafteGemüther, die sich recht bestrebten keinem beyzusallen. Pau-lus von 6amojara aber zog sich die Sache noch mehr zuGemüthe, und schimpfte so gar, wenn das Volk, welches inseiner Predigt war, ihn nicht loben wollte, und dieSchnupftücher nicht mit genügsamem Eifer in die Luftschwang : denn dieß war eine Art von Beyfall.

Dergleichen Zurüfe nun waren denen, die öffentlich re-deten, nicht nur rühmlich, sondern sie kamen ihnen auch sehrzu statten, wenn ihnen etwa das Gedächtniß versagte.

Denn alsdann verdoppelte man dieselben, damit sie Zeitgewännen, sich wieder zu erholen.

xm..

Herrn Simons Abhandlung

von den Glücksspielen, die bey den Romem

gebräuchlich gewesen.

Ungeachtet die Glücksspiele durch die römischen Geseßeverbothen waren, ausgenommen in währendenGatmnalien nicht, so scheint es doch, daß manüber dieses Verboth schlecht gehalten haben müsse, oder daßes nur die öffentlichen Häuser betroffen. Caco der Censor,hat geglaubet, wie Cicero berichtet, daß die Würfel-undKnöchelspiele ein Zeitvertreib wären, der sich für Betagtewohl schickte; und man bemerkt, daß der berühmteRechtslehrer Gcavola demselben sehr ergeben gewesen.Unter den Kaisern nahm die Spielsucht zu, als welche selbstein Beyspiel dazu gaben. August verlor in einem Abende

A 2 2QOQY