Band 
Erster Theil.
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bey den alten Römern. ^

Insgemein spielte man mit vier Knöchelchen, welchenur auf z; Arten fallen konnten ; nämlich, viermal so,daß die vier Vorderseiten beysammen waren ; achtzehn-mal so, daß zwo Seiten einerley Zahl zeigten ; zwölf-mal so, daß ihrer drey gleich waren, und ein einzigmal,wenn alle Knöchel unterschieden waren ; dieß war derglücklichste Wurf und hieß Venus. Die Griechen hattenallen diesen verschiedenen Würfen, die Namen der Götter,der Helden, der berühmten Männer, ja auch wohl derBuhlschwestern, gegeben.

Der Venuswurf hieß auch Ilslrlicus, weil man ihntreffen mußte, um bey Tische König zu werden. (

Lrä. 2 7^) Der gegenseitige Wurf waren die 4 Eins,

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Unter den übrigen Würfen waren einigeglücklich, andere un-glücklich und noch andere gleichgültig. Unter den Spielern wareögebräuchlich, daß sie die Götter, oder ihre Gebietherinnenum Beystand anriefen, bevor sie die Knöchel auswürfen.

Um die Kunstgriffe, oder das Kneipen, zu vermeiden,so bediente man sich der Becher, aus welchen man die Knö-chel warf. () Dieselben waren rund, in Gestaltkleiner Thürme, unten weiter als oben, und der Hals dar-an war enge. Man nannte sie Durris» 'I'urriculg, Orcs,kykAus, ?b/mus. Sie hatten keinen Boden,

aber inwendig verschiedene Fächer, auf welchen die Knö-chel einigemal auf-und abfallen mußten, ehe sie auf denTisch sielen:

Alternis vicibns gnos prseciprtsnto rotster

kuuäuut excusti per csus buxs Arscius. --«/om«/.

Dieß geschah nun mit großem Schalle; und von demsel-ben nannte man den Becher auch kritillus.

Unter den Griechen waren die Knöchel ein bloßesSpiel für Kinder. Daher schickte phraaces, König derVarrher, dem Demerrius, Könige von Syrien, gol-deneKnöchel,um ihm seinen Leichtsinn vorzurücken. Gleich-

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