rZ4 XIII. Simon, von bell Glücksspielen
wohl ward diese Zeitkürzung bey den Weißagungen , dienach dem Loos der Würfel oder Knöchel geschahen, zu einerernsthaften Sache. So befragte man den Herkules ineinem Tempel, den er zu Achaia hatte, und so wurden dierzeryomschen Orakelsprüche bey dem Brunnen des zuApona, nahe bey padua, ertheilet. r»
Das Würfelspiel, 1>6erae genannt, war in Romnicht minder gebräuchlich, als das Knöchelspiel; sein Ur-sprung war auch eben so alt, wenn man dem Sophokles,paujanias und Guidas glauben will, welche dessen Er-findung dem palamedes zuschreiben. Herodorus rech-net sie den Lydiern zu, die er zu Erfindern aller Glücks-spiele macht, und zwar zur Zeit des Alis, eines Sohnsdes Manes.
Die alten Würfel waren viereckigt wie die unsrigen,und daher nannten die Griechen sie xöAo«. Sie hatten alsoauch sechs Seiten:
kUc milii bisseno uumeratur tessera PUNÄO. Alters/.
Dieß ist von denen Würfeln zu verstehen, mit welchen manzuweilen spielcte. Das gemeinste Spiel war mit dreyenWürfeln, nach dem Sprüchworte H H >cü-
/Z-<, entweder drey Sechsen, oder drey Eins, oderalles oder mchrs.
Es gab dreyerley Arten mit Würfeln zu spielen. Dieerstere hieß , in welcher derjenige, der die
meisten Augen warf, alles bekam was auf dem Spiele stand.
Der beste Wurf war der pasth mit allen Sechsen. DießWork kommt her von «chk-^r, der leicht gewinnt.
Man nennte diesen Wurf auch Venus, wie im Knöchel-spiele. Der schlechteste waren die drey Aß, Laues oderxü/Z-, genannt. Daher sagt Epicharmus, daß man imHcirathen, wie im Würfelspiele, zuweilen alle drey Sech- ^sen, und zuweilen die drey Eins träfe. Außer dem, was j
auf '