Band 
Erster Theil.
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,Z6 xvm. Valois Erkl. einer Stelle re.

gleichsam als durch ein Wunderwerk eingelaufen waren, sosehet er unter deren Zahl, auch die Empörung des LuciusAntonios, ungefähr in folgenden Worten : „Eine Sa-„che die zu unserer Zeit geschehen ist, kann alle diese Wun-derdinge glaubwürdig machen. Als Lucius Antonios„sich wider den Kaiser Domitian auflehnete, so war die„Stadt Rom darüber sehr erschrocken, weit man von„Deutschland her einen schweren Krieg zu gewarten hatte.„In dieser Verwirrung und allgemeinen Bestürzung indes-„sen, breitete sich plötzlich unter dem Volke ein Gerücht„aus, daß Lucius Amonius geschlagen und sein ganzes„Heer in Stücke zerhauen sey. „ Diese Nachricht wardfür so wichtig und gewiß gehalten, daß auch viele Mitglie-der des römischen SenatS, die demselben Glauben bey-maßen, den Göttern Opfer brachten, um für diesen Siegzu danken. Da man indessen untersuchte, wer dieß Ge-schrey zuerst ausgebracht hatte, so wollte sich keiner melden:einer schob es auf den andern ; so daßchch solches unterder Menge des Volkes, als in einem tiefen Meere, verlor.So verschwand denn diese Zeitung aus Rom wieder ebenso geschwinde, und mit eben solcher Ungewißheit, als siehinein gedrungen war. Domirian indessen, der sich mitseinen Legionen auf den Weg begeben, um dem Amoniusentgegen zu ziehen, fand unterwegens Briefe und Schnell-bothen, die ihm ganz gewisse Nachricht von dem Siegebrachten, und es fand sich, daß selbiger an eben dem Tagewar erfochten worden, da sich das Geschrey davon in Romausgebreitet hatte, ungeachtet diese Stadt hundert undfünfzig Meilen davon entfernet war. So muß man dieWorte, auf dieser Stelle im plucarch

übersehen; denn es ist hier ein ganz sichtbarer Fehler:weil, wenn man sie dem Buchstaben nach überseht, plu-tarcch gesagt haben würde, daß von Rom bis Deutschlandzwölfhundert und fünfzig Meilen waren, welchesganz abgeschmackt ist.

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