Band 
Erster Theil.
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XIX.

Herrn Morins Muthmaßungen

über einer Stelle im Josephus.

^^^iese Stelle ist ganz bekannt, sie steht im viertenCapitel des andern Buchs wider den Appion undlautet nach des Dandilly Übersetzung so:

„Appio hat sich unterstanden, auf das Wort despo-„sidomus und Apollonius Molo, zu sagen, daß die„Juden in ihrem heiligen Schatze einen Eselskopf hätten,„der von Golde und sehr viel werth wäre; diesen betheten„sie an, und Amiochus habe ihn gefunden, als er denTem-„pel zu Jerusalem geplündert rc. rc. „

Es kömmt hier nicht darauf an, daß man diese Lä-sterung widerlege. Der jüdische Schriftsteller hat solchesselbst auf eine ziemlich starke Art gethan, und viele anderenach ihm ebenfalls, indem sie gezeigt, daß das jüdischeVolk, weit gefehlt, daß sie dieseS»Thier verehren sollten, esvielmehr zu den unreinen Thieren zahlten ; und daß esauch außerdem durch das Gesetz verbothen war, irgend einBild zu machen oder anzubechen. Es kömmt hier nurdarauf an, daß man den Ursprung und den Grund dieserFabel untersuche. Denn man traue nun denen Schrift-stellern, die den Juden solches nachgesagt haben, so vieleBosheit zu als man wolle, so ist es doch nicht zu vermu-then , daß sie eine solche Sache ohne allen Vorwand solltenerdichtet haben. Und eben dieses hat Herr Morm sich vor-genommen in einer Abhandlung zu untersuchen, die er imi7v6ten Jahre in der Akademie vorgelesen hak.

plmarch, sagt Herr Morm, giebt davon eineziemlich gute Ursache an ; wenn sie nur wahr wäre. Ersagt, daß die Juden, da sie in der Wüsten herumgeirrek,und kein Wasser gehabt, wodurch ste in der größten Noch

gewe-