Band 
Erster Theil.
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aus dem Iofephus. rz9

Unrecht, lächerlich zu machen. Allein, ohne sich lange beydieser Erklärung aufzuhalten, so schreitet er zur andern,welche auch dem Urheber der Lästerung, der ein Aegyprieewar, anständiger ist, und welcher im Sinne hatte, dieJuden den Einwohnern zu Alexandria verhaßt und ver-ächtlich zu machen, allwo sie mit allen Vorrechten der an-dern Bürger geduldet wurden. Er merket also naM demparer Darcder an, daß in der ägyptischen Spracheeinen Esel bedeutet habe; und da dieses Wort vielVerhältniß mit dem MW '2 ?i-i->o, das heißt derMund des Herrn hätte, welches Wort die heilige Schriftzuweilen gebraucht um Gott selbst anzudeuten, so hättendie Feinde dieses Volks daher Gelegenheit genommen, ihmeine so abgeschmackte und höchst verächtliche Andachtzuzuschreiben.

Ein anderer Schriftsteller, der mit dem Herrn Bo-chart einerley Profeßion hat, und fast eine ähnliche Litte-ratur besitzt, dessen Meynung wie es scheint, Herr Morinweder tadeln noch loben darf, indem es Herr StephanMorin, sein eigner Vater ist, glaubt, er treffe es besser,wenn er den Grund dieses Irrthums in der Gelte des Man-na suchet, die gewiß von Gold gewesen, und im Heilig-thume sorgfältig aufbewahret wurde. Dieses Gefäß hießauf Ebcäisch "QN, und benanntes Thier , zweyWörter, deren Ähnlichkeit augenscheinlich ist. Nachdiesem schließt er, daß die ganze Figur dieses Gefäßes mitden zwoen Handhaben, von weitem, eine Ähnlichkeit mitdem Kopfe und den Ohren eines Esels gehabt ha-ben mag.

Hemstus , der in einem kleinen Werke, welches unterdem Tiwl Urin« H,6ni bekannt ist, voraussetzt, daß dieGriechen die ersten Urheber dieser Lästerung gewesen, hatgeglaubt, daß einige unter ihnen, nachdem sie in den Nach-richten von Judäa gelesen, daß dieses Volk nichts andersverehre als 7-ö»- , das heißt, nach ihren alten Verkür-

zungen 7VV den Himmel, den Gscr des Him-mels,