,6o xix. Morin über die Stelle
mels, sie, entweder aus Unachtsamkeit, oder aus Schalk-heit, dieses abgekürzre Wort in -wv verwandelt, welches ei-nen Esel bedeutet.
Herr le Levre, hat sowohl als Heinstus, den Ur-sprung dieses gemeinen Irrthums bey den Griechen gesucht,allein bey den ägyptischen Griechen, und hat eine sehr sinn-reiche Benennung davon an dem Tempel des Omas gefun-den, den dieser schismatische Opferpriester nahe bey Mein-phis, auf Erlaubniß des prolomäus philomeror undder Königinn Cleopatra, nach dem Muster des Tempelszu Jerusälcm bauen ließ. Dieser Tempel hieß im Grie-chischen 'Or/s iefsr, und oftmals das umherlie-
gende land, welches durch offene Befehle den Juden einge-räumet ward, und 0r<8 hieß, und die Hauptstadt
selbst, welche ehedem unter dem Namen Heliopolrs be-kannt war, verrauschte diesen Namen mit 'O/salle diese Benennungen aber hatten eine Verwandtschaft mitdem Thiere davon die Rede ist. Mehr brauchte e§ nunnicht bey einem solchen Volke als das alepandrimsche war,dem die Satire natürlich war, und welches einen altenGroll auf die Juden hatte, um den Gegenstand ihres Got-tesdienstes lächerlich zu machen und in der Welt auszubrei-ten, daß sie um keiner andern Ursache willen i-cr'Oberergiengen, als um allda ?-ör , zu verehren. In der That,wenn diese Muthmaßung nicht wahr ist, so kann man dochnicht leugnen, daß sie sehr wohl ersonnen ist.
Der berühmte Herr Huec, ehemaliger Bischof vonAvranche, beuth noch eine andere Entdeckung dar, diesich auf eine Stelle aus dem Aelian gründet; allwo er,nachdem er angemerket, daß die Anhänger des Gottes Se-rapis, die Esel verabscheuet haben, ja daß sie nicht einmalden Schall der Trompeten vertragen können, weil sie indemselben einige Aehnlichkeit mit der Eselsstimme fanden,söie K c. 2 F.) Er setzt hinzu, daß ein persi-
scher König, Namens Ochus, der auf die Aegyptiererzürnt gewesen, sich ihres Landes bemächtiget, und nach-dem