Band 
Erster Theil.
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r6r xix. Morin über einer Stelle re.

die ganze Welt unterwürfig zu machen? Sind alle solcheVorzüge nicht hinreichend dieses Thier zu vergöttern?

Allein was noch starker und viel erstaunlicher zu seyn scheint,ist, daß die Gnosticker, judänzende Christen, in den erstenJahrhunderten der Kirche ihren Gott Zedaorh in der Thatunter der Gestalt eines Esels abbildeten (L

und vorgaben, daß der Zacharias, von wel-chem in den Evangelien deß St. Matthäus und Lucasgeredet wird, der zwischen dem Tempel und dem Altare ge-storben ist, nur deswegen vom Volke auf der Stelle ermor-det worden, weil er in dasAllerheiligste gehen wollen, umnach Gewohnheit, den Weihrauch zu opfern, und der GottZedaorh sich ihm offenbar unter seiner wahren Gestalt die-ses Thieres gezeiget, und daß der über diesem seltenen Ge-sichte erstaunte Priester, sich gewissenswegen verbunden ge-halten, dem Volke dieses zu berichten, um ihm einen Ab-scheu davor zu erwecken, und ihm zu sagen, daß das wassie anbetheten, nicht anbethenswerth wäre; die Opferprie-ster aber, aus Eifer und Verdruß, daß er ihre Geheimnisseentdeckte, hätten ihn zu den Füßen des Altars um-gebracht.

Gewiß, wenn es unselige Leute gäbe, die närrisch ge-nug wären, solche alberne Sachen zu lehren, so muß mansich nicht sehr wundern, wenn die Heiden, die nicht ebenverbunden j waren deren Ungrund zu untersuchen, sowohlden Juden als Christen, die sie gemeiniglich mit einandervermengten, dergleichen Ausschweifungen schuld. gegeben.

xx. Herrn