von den römischen Namen. I7Z
mals das 6 weggelassen, um die Aussprache zu mildern.Allein es giebt gar keinen Beweis, daß man diesen Vor.»amen mit einem einzigen dl geschrieben, und man beweisetmit einer Stelle aus dem Les)us, daß Aumerins nicht an.ders abgekürzet worden. Numeri zuuenomenliteradl nc>-isrum eit etc. Eben so hat man sich mit der Abkürzung
des Vornamens klamus betrogen, den man mit einemund einem Häkchen dranö/i' abkürzte, um ihn von dem Vor-«amen K1arcu8 lvl. zu unterscheiden. Da nun dieses Ab-kürzungshäkchen in den Quadratbuchstaben, eine kleine ge-rade Linie war, die ein wenig auf den folgenden Buchstabenhinabsank, z. E. ^lk, so hat man dieselbe für ein halbes Vangesehen, dessen andere Hälfte verloschen wäre, und hatPutins gelesen, welches doch niemals ein Vornamen gewor-den ist ; zu geschweigen, daß die Geschichte und Denkmälerin Ansehung des Namens kianius, übereinstimmen.
Der andere Irrthum wegen der drey Namen, kömmtvon ihrer verschiedenen Stellung her. Ungeachtet es ge-wöhnlich war, erst den Vornamen, dann den Namen, undzuletzt den Zunamen zu setzen, so hak man doch auch zuwei-len den Namen vor den Vornamen, und manchmal auchden Zunamen vor die zween andern geschrieben. Um sichnun bey diesen Versetzungen nicht zu irren, muß manbemerken:H
1. Daß alle Familiennamen sich auf im endigten. Mankönnte hiervon zwar Pompeus und peducäus ausneh.men, allein es ist sehr wahrscheinlich, daß auch diese zweenNamen anfänglich mit einem i geschrieben worden, und manPoinpeius ausgesprochen.
2 . Giebt es zwar Vornamen, die sich mit M8 endigen,allein ihre Anzahl ist so klein, daß man sie gar leicht erkennenkann. Die Römer hatten, wie Varro sagt, nur zo Vor-namen, und von diesen zo giebt es nur 8, die sich wie dieGeschlechkönamen endigen, nämlich, Appius, Casus, Lu-cius, Manius, L77umerius, publius, Gervius, Ti-berius und Menüs. Alle Namen also, die nicht von die-ser