Band 
Erster Theil.
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über Virgr'lö Aeneis. ,9z

so viele Helden ansah, die in seinem Schooßegebohren wa-ren ; und hat dieses treffliche Gedicht eben so lieben müs-sen , als lieb ihm seine eigene Ehre war. Vieleicht ist eseben dieß, was dem Proper;, in Absicht auf die Ilias, zufolgendem Verse Anlaß gegeben:

>le5cio guiä m-uuz nalcitur ///^.

Da es nun erlaubt ist, von einem so großen Dichterals Virgil war, oft zu reden, so hat der Herr Fragmer,welcher die Akademie schon öfters von ihm, insonderheitvon der Art wie er den Homer nachgeahmet, unterhalten,auch geglaubt, es würde ihr nicht zuwider seyn, wenn ersie einer andern Abhandlung erinnerte, davon wir hierNachricht geben wollen. Sie handelt von demjenigen, waspirgi! von der alten Geschichte seit den ersten Zeiten, vondenen man eine Kenntniß hat, bis auf den Aeneas beybe-halten ; und was er von dem Aeneas an, bis auf dieSchlacht bey Actium, hauptsächliches hinein gerücket hak.Hier liegt unfehlbar der große Schatz seines Gedichts ver-borgen; und wenn er in der Art diese verschiedenen Sachenherbey zu holen, oder zu erzählen, zwar den Homer nichtaus dem Gesichte verloren : so hat er doch den Grunddieser Sachen, und den Anschlag, der ihm so schön gelun-gen ist, nämlich, seinem Vaterlands und seinem FürstenEhre zu machen, bloß sich selber zu danken. Auf dieserSeile ist er dem Homer nichts schuldig, indem ihm Ho-mer hiervon kein Beyspiel gelassen. Von allem was HerrLraguier deswegen anführet, wollen wir nur folgendeserwähnen, welches auch sonder Zweifel das merkwür-digste ist.

In dem 8 Buche der Aeneis, erzählet Vircstl, eshabe Aeneas, da er die Tyber aufgefahren, um Evan-ders Beystand zu begehren, diesen alten König und seinHausgesinde, mit einem feyerlichen Opfer, zu EhrendesHerkules, beschäsftiget gefunden, als dessen Tapferkeit,das fand von den Streifereycn eines berühmten Verwü-

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