-u-> XXX. Boivill
der That unterscheidet sie nichts so gut von einander, als ihrnumerischer Unterschied. Das 1702 Jahr seit Christi Ge-burt , kann nicht für das 170z, von eben diesem Termin angerechnet, genommen werden; und man braucht hierzu nicht,daß man sie mit dem Sonnencirkel, der güldnen Zahl, derJndiction, ja wenn man noch will, mit dem SonntagS-buchstaben und allen andern Merkmaalen, bezeichne, die mannoch von neuem erfinden konnte. Diese Zeichen richtenlauter Verwirrung an, wo sonst keine seyn würde. Es istein widerlicher Ueberfluß, der unnütz ist, und folglichverworfen werden muß.
Mit eben so schlechtem Grunde würde man hier ein-wenden, daß dieser Gebrauch, die Jahre durch so viele ver-schiedene Merkmaale zu bezeichnen, in der römischen Art zudatiren, genau beobachtet wird. Denn da ist es nur eineweise Vorsicht gegen die Verfälscher, welche das Datum derBriefe verändern wollten, die der päbstliche Stuhl ausferti-get; weil es zu nützlicher Bedienung eines solchen Betru-ges, nicht genug wäre, ein einzig Datum zu verändern,sondern auch alle andere, die eine so genaue Verhältniß da-mit haben, daß sie unter einander nur ein einzig Jahr aus-machen. Wenn man aber in einer einzigen Schrift so vielVeränderungen vornehmen will, so wird der Betrüg vielschwieriger gemacht und die Verfälschung wird sichtbarer.Eben als wenn man bey den gerichtlichen Schriften dieStücke paragraphirt, damit sie weder ausgetauschet nochunterschlagen werden können. Allein giebt es in der Chro-nologie auch wohl einen einzigen Schriftsteller, der die Jah-re verfälschen wollte? und was würde er auch für Nutzendavon haben?
Herr Boivin findet noch eine dritte Sache an der ju-lischen Zeitrechnung auszusetzen; nämlich daß sie denennicht dienlich seyn kann, die der gregorianischen Verbes-serung folgen, welche ansetzt überall, als die richtigste ange-nommen wird. Die Antwort würde auch schlecht seyn,wenn man sagen wollte, das julischeJahr sey nur um we-