Band 
Erster Theil.
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2Z0 . XXXIV. Simon

tes Mars und Herkuls Tempel mußten von dorischerOrdnung seyn, als deren Majestät den starken Tugendendieser Gottheiten anständiger war. Zu den Tempeln diefür die Venus, Flora, Proserpina und für die lVas-sernymphen bestimmet waren, nahm man die corinthi-sehe Ordnung ; indem der Zierrath des Laubwerks, derBlumen und Schnüre, womit sie annehmlich gemacht wird,der zärtlichen und feinen Schönheit dieser Göttinnen gleicht.Die ionische Ordnung, welche zwischen der strengen dori-schen und zärtlichen corinkhischen das Mittel hält,brauchte man zu den Tempeln der Juno, Diana und desBachus, bey denen man eine gehörige Vermischung, vonAnmuth und Majestät erblickte. Die Landart (Opus rulck-cuin) ward für die Grotten der Feldgötter aufbewahret.Alle Zierrathe der Baukunst die man in den Tempeln sah,zeigten sogleich die Gottheit an, welche ihnen vorstund.

Der Anblick berühmter Tempel war prächtig. Zu-erst sah man einen großen Platz mit bedeckten Gängen nachArt der Schwibbögen, an deren äußerstem Ende man denTempel erblickte, dessen Figur mehrentheils viereckicht war.Gemeiniglich bestand er aus vier Theilen, nämlich aus ei-nem Seulengange oder Vorsaale, der einem andern ähnli-chen Stücke der Gegenseite, zum Giebel diente, aus zweenFlügeln, welche zu beyden Seiten aus verschiedenen Seu-lenreihen bestunden, und aus dem rechten Tempel selbst,der Oelia oder genennet ward: die drey ersten Theileaber fand man nicht bey allen Tempeln. Die von allenSeiten mit Seulen besetzten Tempel nannte man keriptcrer;hatten sie aber eine doppelte Reihe von Seulen, so hießensie Oipteres.

Die mehresten von diesen Stücken fand man in denLrililicis, welches öffentliche Rathhauser und Zunfthäuserwaren, deren meiste man in Kirchen verwandelt hat.

Der Tempel selbst war ohne Fenster und empsiengdas Licht nur durch die Thüren, oder von oben, wenn erkein Dach hatte.

Un-