von den römischen Tempeln. rzl
Ungeachtet der Theil des Tempels, welcher OsIIg hieß,dem Gottesdienste gewidmet war, so handelte man dochauch nach dem Opfer, von weltlichen Sachen darinnen, in-dem man Vorhänge vorzog, die die Bildseulen und den Al-tar bedeckten. Die Tempel konnten nicht mehr als einerGottheit auf einmal heilig seyn, es müßten denn solche seyn,die sich nicht trennen lassen, E- Castor und pollux;allein viele Götter konnten ein jeder den seinigen unter einer-ley Dache haben, und alsdann hieß ein solcher Tempel Oelu-brum; wiewohl dieß der Name einer ganzen Gattung ist.
Die Bildseule des Gottes war zuweilen in einer Holeoder Tabernakel mit Namen läoäieulr» aufgestellet. Siekehrte sich nach dem Abende, damit diejenigen so sie anbe-then kamen, sich nach dem Morgen kehren mußten. Rundherum war das Heiligste.In den Tempeln waren gemeiniglichdrey Hauptaltäre; und der wichtigste stand zu den Füßender Bildseule. Er war sehr erhaben und aus dieser Ursa-che hieß er auch Altare. Auf demselben nun verbrannteman das Rauchwerk und die wohlriechenden Sachen, undverrichtete auch die Ausgießungrn. Der andre Altar standvor der Thüre des Tempels und diente zu den Opfern. Derdritte war ein beweglicher Altar, Namens ländr-bris, aufwelchen man die Opfer und dazu gehörigen Gefäße legte.Die Altare der himmlischen Götter waren höher als die an-dern ; der irdischen Götter ihre aber waren niedriger, unddie Altäre der unterirdischen Götter waren sehr vertiefet. Eswaren allezeit eine große Anzahl von Tischen, allerhandArten von Geräthschaftund heiligen Gefäßen in denTempeln.Man hieng die Gaben und Geschenke an das Gewölbe,'lAolu« genannt, an. An die Pfeiler hieng man dieBeuten der Feinde, die gelobten Bilder, und die Waffender abgedankten Klopffechter. Alles was dem Tempeldiente, als die heiligen Bette, kulumsria genannt, und dieGeschenke so man hineingegeben, wurden in einer Art vonSchatzkammer Oonsrimn genannt, aufgehoben. Die Ein-wohner legten auch wohl ihr Vermögen hinein.
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