über einige Aufschriften. 2 zz
Zuge dieser Buchstaben, daß sie von der Rechten zur Linkenhaben müssen gelesen werden, wie die phönicisthen; undsie sind einhällig für herruristt) erkläret worden, weil mandergleichen Denkmäler nur an solchen Dertern gefunden, dieunfehlbar zum Gebiethe des alten HetrurienS gehöret haben,z. E. zu perustr, zu Sansosca, und Eugubio rc.
Die Gelehrten der zwey letzten Jahrhunderte, glaubten,sie unterschieden alle Buchstaben dieser Aufschriften zurGnü-ge, um ein Alphabet daraus machen zu können, welchesGrurer in seine Sammlung eingerücket hat. Gleichwohlkann man sich wohl um vier oder fünf Buchstaben betrogenhaben. Indessen steckte die größte Schwierigkeit nicht darin-nen, daß man sie unterscheiden, noch auch lesen können sollte;indem die cugubinischen Tafeln, welche (Armer ebenfallsherausgegeben hat, alle mit lateinischen Buchstaben geschrie-ben sind. Die Lesart ist unveränderlich; und jemehr sie esist, jemehr ist man verbunden zu bekennen, daß diese Spra-che durchaus von allen denen unterschieden sey, die wir ken-nen, und gar keine Verwandtschaft mit ihnen.habe. Daherhat auch Scaliger, der sie alle kannte, oder sie doch fastalle zu kennen vorgab, gestehen müssen, daß das, was wirvom Hetruristhen übrig haben, unverständlich sey. Diegelehrtesten Männer in Toscana, insonderheit diejenigen,welche sich bemühet haben die Alterthümer ihres Landes zuerklären, z. E. Dincenz Bcwghim ein sehr vernünftigerSchriftsteller, haben eben so davon geurtheilet, und dieß mitdesto mehrerem Rechte, da aus dem Zeugnisse der alten Grie-chen und Römer erhellet, daß die Iecrurier eine Spracheund Buchstaben von ganz besonderer Art gehabt, und diesel-ben keinem Fremden erkläret haben, um sich desto leichter indem ansehnlichen und einträglichen Vorrechte zu erhalten,nach welchem sie bey ihren Nachbaren die Tempel und Ring-mauern der Städte einweihen, die Wunderdinge erklären,selbige wieder aussöhnen, und fast alle Feyerlichkeiten vondieser Art verrichten mußten.
P 5
Die