Band 
Erster Theil.
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248 xxxix. Oudinets Betrachtungen

in Italien die bürgerlichen Kriege angiengen, so nahmen dieArhenienser sehr hitzig die Pattey des Pompejus, der fürdie Repubtick föchte. Julius Cäsar rachete dieß nur mitder einzigen Erklärung, daß er ihnen in Ansehung ihrerVorältern vergäbe sv/o Lrü. 47^1. Nach Cästrrs Ermor-dung aber, vergaßen sie, aus Liebe zur Freyheit, seiner Gnade.Sie richteten dem Brurus und Cassius Bildseulen aufdie sie nahe zu Harmodius und Aristogi-kvns Seulen, als zweener alten Erretter der Stadt Athensetzten, und rissen sie nicht eher um, als auf Marcus An-tonios Bitten, der ihr Freund, ihr Wohlthäter und ihreObrigkeit geworden war.

Als Augustus im neunten Jahre seiner Regierungnach Griechenland kam, so nahm er ihnen dieJnsel Aegina,die Marcus Anromus ihnen geschenket hatte, und verbothihnen zugleich das atheniensische Bürgerrecht zu verkaufen,welche Freyheit sie schon seit langer Zeit gemisbrauchet hat-ten st)ro ^4^). Allein, es sey nun, daß August nun

von einer Begierde zu Neuerungen angetrieben worden; oderdaß er sich noch sowohl der Ehrenseulen erinnert, die dieAchenienser seines Vaters Mördern aufgerichtet, als auchder Ergebenheit, mit welcher sie seinem Mitwerber zugethanwaren: so scheint es doch nicht, daß dieser Kaiser ihre Vor-rechte noch auf andere Weise angegriffen, so lange er auchregieret hat; ungeachtet die Geschichte die Achenienser be-schuldiget , daß sie seine Regierung unruhig zu machen gesu-chet haben.

Alan kann nicht eigentlich wissen, wie es ihnen unterAugusts Nachfolgern ergangen sey, die so gar viele Aende-rungen in Achasa vorgenommen. Allein des jüngern pli,MUS 24ster Brief im 8ten Buche, giebt uns eine genaue Nach-richt von dem Zustande der Stadt Athen unter dem Tra-sän. Folgendes schreibt er an den Maximus, der zumStatthalter dieser Provinz ernennet war: „Stelle dir, mein„lieber Marimus, vor Augen, daß du nach Achaja, nach„ dem wahren Griechenlande gehst: dieß ist das rechte eigent-liche