von drey alten Münzen. 287
Nach diesen verschiedenen Anmerkungen untersuchetHerrGalland, in welches Jahr von Diocletians Regie-rung die Zeit von Dommus Domitians Regierung treffe.Allein da die Buchstaben AI.L. welche im Abschnitte vondieses Tyranns Münzen stehen, keinen Zweifel lassen, daßsie nicht zu Alexandria geschlagen worden, als er daselbstden Titel August annahm, so setzt er gleich zum Grunde,daß sie nicht eher daselbst geschlagen worden,als gegen die Zeit,da man auch anfiengDiocletians und Maximians Münzendaselbst mit römischen Buchstaben zu schlagen. DiesenPunct wird man zugeben müssen, wenn man betrachtet,daß unter dem römischen Reiche weder zu Alexandrier»noch in Aegypren, irgend eine lateinische Münze, in Erzeher geschlagen worden, als im sechzehnten oder gar acht-zehnten Jahre von Diocletians Regierung. Dieß istnicht schwer zu beweisen; erstlich aus den zehn ersten Jah-ren von Diocletians Regierung, die alle in einer ununter-brochenen Folge, auf denen zu Alexanderen geschlagenengriechischen Münzen dieses Kaisers angemerket stehen; zumandern aber aus des Achilleus sechsjährigen Regierung,welcher nach des Euscbius Zeugnisse, sich im zehnten ödeszwölften Jahre von Diocletians Regierung wider ihnauflehnte.
Ueörigens kann man nicht sagen, daß man zu einer-ley Zeit zu Alexandrien lateinische und griechische Münzenunter demDioclerian geschlagen. Denn wenn dieses wä-re, so würde man einige lateinische Münzen vom Achil-leus haben, als der sich sechs Jahre lang zu Alexandrienmit dem Titel Augustus erhalten hat; dahingegen dieMünzen, welche wir von diesem Tyrannen noch haben, allegriechisch sind und folglich zu derselben Zeit geschlagenworden, da noch in dieser Stadt Diocletians und Maxi-mians ihre mit griechischen Buchstaben geschlagen wurden.
Nach verschiedenen Anmerkungen zeiget Herr Gal-land noch mit dem Etttropius an, daß Diocletian, beyGelegenheit des Sieges, den er über den Achillkus erhal-