Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

r83 XL.VI. Galland

ten, viele schöne Verordnungen in Aegypten gemacht, wel-che nach dem Zeugnisse des Geschichtschreibers, noch zurZeit da er geschrieben, beobachtet worden. Er muthma-ßet sogar, daß eine dieser Verordnungen diese gewesen, daßman in Aegppren keine Münzen mit griechischen Buchsta-ben mehr schlagen sollte; sondern nur mit lateinischen undaufeben die Art, wie sie in den übrigen der römischen Herr-schaft unterworfenen Provinzen verfertiget wurden. Unge-achtet nun die Schriftsteller dieser Aenderung nicht geden-ken, so hindert dennoch ihr Stillschweigen nicht, daß sie nichtunleugbar seyn sollte, indem die Münzen selbst solches be-stätigen. Was übrigens Herrn Gallands Meynung imAbsehen auf des Dominos Domirianus Münzen, nochvortheilhafter ist, ist dieses, daß man deren Zeit höchstensnicht früher, als in das sechzehnte Jahr von DiockeriansRegierung; oder aufs späteste vor daö achtzehnte Jahr der-selben, setzen kann. Nach dieser Verordnung in Ansehungder Münzen also, und allem Ansehen bald nach Diokleti-ans Abreise aus Alexandrien, hat sich Domitius Domi-tianus wi-er diesen Kaiser erst aufgelehnet und sich den Ti-tel Augustus beygelegt. Daher kömmt es, daß dieseMünzen Diokletians und Maximians seinen so ähnlichsehen, so wie sie auch mit des (Lonstantius Chlorus unddes Galerius Maximus ihren übereinkommen, die zueben dieser Zeit in Alexandrien nach Diokletians neuerVerordnung verfertiget worden. Die wenige Anzahl derMünzen endlich, welche wir noch vom Domitius Donri,tianus übrig haben, zeigt zur Gnüge an, daß seine Regie-rung nur kurze Zeit gewähret hat; indem Diokletian unfehl-bar in Aegypten irgend einen geschickten General hatte, derdiese Empörung in der ersten Geburt erstickte. Aus allenDiesen Ursachen schließt Herr Galland, daß man, anstattdes DomitiusDomiciansMünzen, wie bisher geschehen,nach Aurelranö seine zu setzen, dieselben viel besser m dieFolge der übrigen Münzen derer Tyrannen versetzt, die sichwider den Diokletian empöret haben; indem Domitius

Domi,