Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

von drey alten Münzen.

289

Domitianus der letzte von den römischen Feldherren gewe-sen, welche die Regierung der Kaiser Dioclerian und Ma-ximian beunruhiget haben.

Aus eben dergleichen Beweise hat Herr Valesürs ineiner andern Abhandlung, die er im 1710 Jahre der Akade-mie vorgelesen, behaupten wollen, daß diejenigen Münzen,welche zur Seiten des Hauptes die Schrift haben : lb 1 ..eu. n. c. nicht

vorn jüngern Konstantin, des großen Constantins Soh-ne wären, dem man ße gemeiniglich zueigncr, sondern daßsie von Konstantin dem ältsten Sohne aus des Constan--rius Chlorus anderer Ehe ßnd, eines Prinzen, dessen au-ßer dem Zonara niemand gedacht hat.

Die vornehmsten Ursachen, welche den Herrn Vale-stus bewogen, dieses neue Lehrgebäude anzunehmen, sind,der Unterschied deö Alters dieser zwo Prinzen, die Verschie-denheit ihrer Geßchtszüge, und der Unterschied der Arbeitan ihren Münzen. Der jüngere Constantin des großenConstantins Sohn, wird auf denen Münzen, auf welchener nur noch Cäsar heißt, mit einem sehr jungen Gesichte vor-gestellet; auf denen aber die ihn am ältesten abbilden, scheinter dennoch höchstens nur sechzehn bis achtzehn Jahre zuhaben. Allein mit dem k U. L U. 0 kl 8 IHiVVl-I§V8 IVKllOK, von welchem hier die Rede ist, verhältes sich ganz anders. Alle seine Münzen, keine ausgenom-men, stellen ihn uns als einen wenigstens dreyßig oder fünfund dreyßigjährigen Mann vor. Da aber der Beweis die-ser Entdeckung annoch auf vielen Umständen beruhet, derenAusführung mit des Verfassers ununterbrochenen und eige-nen Worten gelesen werden muß, so lese man seinen Auf-satz selbst in dem zweyten Bande der Nachrichtendurch.

Des Cäsar Constanrius Gallus Münzen gaben zueiner neuen Art von Schwierigkeit Anlaß, die Herr Oal-land aber vollkommen gehoben hat. Bisher haben die Al-tsrchumsforscher das Vorurtheil gehabt, daß der Name

T 6AU-