vor: einem alten Agathe. zu
kcmm Schild hat. Zu den Füßen dieser Göttinn ist dieSchlange, und statt der Eule, steht man auf dem Baume,eine Weintraube zwischen zween Vögeln. Zu JupitersFüßen steht man eine Ziege, und weiter unten, in einerArt von Abschnitte, zwey Pferde, zween Löwen und einenOchsenkops. Allein, was nunmchro die meiste Verwir-rung machte, insonderheit denen, die in der Kenntniß, undso zu reden, in dem Umgänge mit den alten Denkmälern,nicht so gar bewandert sind, das war die hebräische Um-schrift, die rund um den Stein in die Abschleifung einge-graben und aus des ersten B- Most drittem Capitel ge-nommen ist : und das HVeib schauere an daß vondem Baume gut zu essen wäre und lieblich anzu-sehen.
Herr Oudiner sagte, daß dieser Agath ungefähr vor22 Jahren dem Könige wäre gegeben worden, nachdem er seitundenklichen Zeiten meiner der ältesten französischen Kirchengewesen , allwo er für eine Beschreibung des irdischen Pa-radieses und von Adams Falle, gehalten worden.
Ein Mann und eine Frau an den Seiten eines Bau-mes, eine Schlange neben der Frauen, allerley Thiere zuihren Füßen, alles dieses ist zulänglich genug in Irrthumzu verführen, zumal in denen einfältigen Zeiten, da manbefugt zu seyn glaubte der Religion ohne Untersuchung alleswieder zuzuwenden, was zu den heidnischen Denkmälern ge-hört« ; insonderheit wenn der Stoff solcher Stücke köstlichwar. So hat man z. E. den großen Agath von AugustsVergötterung, der in dem Schatze der heiligen Capelle ist,für einen Triumph vom Joseph gehalten, als man den-selben von Constantinopel dem heiligen Ludwig zuschick-te ; und vieleicht haben wir noch in unsern Kirchen, undselbst unter den heiligen Reliquien, mehrere dergleichenUeberbieibsel der heidnischen Religion, welche von unsererVorväter Einfalt einigermaßen geheiliget worden.
Doch wieder auf den bärtigen Adam im Mantel, mitdem Donner in der Hand und auf die Eva im Helme und in
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