Band 
Erster Theil.
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von Fredegars Merke. Z49

nicht über Tlodoväus des H. viertes Regierungsjahr, bisauf das 641 oder 642sreJahr geschrieben hat.

Dieß beweist Herr Valestus nicht nur aus der Ver-schiedenheit der Schrift, sondern auch aus denen darinnenenthaltenen Begebenheiten, aus der unterschiedenen Schreib-art jedes Schriftstellers, und aus der gegen einander lau-fenden Parteylichkeit; indem Fredegar den Burgundernso gewogen ist, als seine Fortfetzer den Austrastern sind..

Die 90 Capitel in Pater Sirmonds Versalschrift,find in Quadratschrift und großen Buchstaben geschrieben;die folgende aber ist von einer ganz andern Hand und Schrift.

Fredegar in seiner ersten Sammlung, wo er von denPäbsten redet, beschließt mitdem Theodor welcher 641 oder642 auf den päbstlichen Stuhl kam, und im besten Jahrestarb; seine Nachfolger sind mir einer andern Schrift, undvon einer andern Hand angemerkt, wie Dom Ruinardversichert, der solches sorgfältig untersucht haben will.

Die Folge der Kaiser stimmt mit demjenigen übercin,was er von den Päbsten sagt. Er führt deren Geschichtebis auf des Heraklius einund dreyßigstesJahr, das heißt,bis auf das bgrste der gemeinen Jahrrechnung und bis aufTlodoväus des ll. viertes Regierungsjahr. Noch mehr,die meisten Abschriften von dieser Chronick laßen einen Raumund gewisse Kennzeichen von Unterscheidung, zwischen diesen90 ersten Capiteln und den verschiedenen Fortsetzungen; undN^elchior Goldasts Handschrift, welche wohl 6oo Jahrealt ist, enthält nur diese 90 Capitel; unten aber steht dasWort explicn, welches das Ende des Werks anzeiget.

Der erste der diese Chronick fortgesetzet hat, ist nur einarmseliger Zusammenschmierer derer Fabeln, die aus dem un-genannten Verfasser der (ielles äen cle kmuce und ausDagoberts Geschichte genommen sind; welches denn zu demTadel Anlaß gegeben, den einige Gelehrte dem Fredegargemacht haben, weil er sein eigenes Werk von denen, dieman ihm beygemessen, nicht genugsam unterschieden. Die-ses Stück der Geschichte , welches nur fünf bis sechs Capitel

enthält,