von Aumont. Z8Z
uns eine der größten Zierden dieser Akademie, in der Persondes Herrn Herzogs von Aumom, entrissen hat, eröffnetdieses Feld auf eine sehr ansehnliche, obgleich schmerzhafteWeise, und hätte ganz allein uns bewegen sollen, von un-serer gewöhnlichen Bescheidenheit abzustehen.
Es ist so was seltenes, daß vornehme Standeßpersonensich mit etwas anoerm als dem Kriege, oder mit ihrer Ehr-sucht , oder mit den Vergnügungen beschäfftigen, daß mandiejenigen nie genug loben kann, welche mitten unter denherrlichsten Bedienungen, gleichwohl eine Liebe zu denWissenschaften bezeugen, die Gelehrten werth halten, undeinen Geschmack an allem demjenigen haben, was den Ver-stand bessern kann.
Ein solcher war Herr Ludwig Maria von RochenBaron, Herzog von Aumonr, pair von Frankreich,Ritter der königl. Orden, Oberkammerjunker des Königs,und Gouverneur von Boulonois. Er war im Decemberdes lözosten Jahres gebohren. Der Marfchall von Au,monk, sein Vater, Hauptmann der Leibwache Ritter derkönigl. Orden, und nackmaliger Statthalter von Paris,sah gleich anfangs bey ihm alle diejenigen Eigenschaften, vonwelchen er sich einen würdigen Erben seiner Tugenden ver-sprechen konnte, und er unterstützte diese glücklichen Neigun-gen durch eine seiner hohen Geburt gemäße Erziehung.Im zehnten Jahre ward er schon Obrifter bey derReulerey,und er säumte nicht die Dienste zu verrichten, wodurch erdenn im sechzehnten Jahre die Anwartschaft, auf dieHauptmannöstelle bey der Leibwacht erhielt. Unser damalsjunger König sah ihn allezeit zu seiner Seiten in den bürger-lichen Kriegen, die unser Frankreich in währender stinerMinderjährigkeit betrübten, und er hat allezeit bey den ge-fährlichen Vorfällen, die wir unter der langen und glückse-ligen Regierung, in welcher wir jetzt leben, schon lange ver-gessen haben, die nützlichsten Dienste geleistet.
Als der König nach Flandern zog die Rechte der Kö-niginn auszufechten, so bemächtigte sich der Marsckall von
Bb Aumonr,