Band 
Erster Theil.
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-86 i.xv. Leben Des Herzogs

Aumom, dem der König einen Theil seines Heeres an-vertrauet hatte, von Armentiere, Bergen, ^urnes undCsurtray, indessen daß Tsnrnay,Oudenarde, Douay,Atost, und Lilie, sich endlich unserm siegreichen Monar-chen unterwarfen. Der Herzog von Aumont war damalserster Brigadier des königl. Heeres; und so thaten sich Va-ter und Sohir bey diesem glorreichen Feldzuge hervor, deralle unsere Nachbarn so sehr erschreckte und dem Könige fastdas ganze spanische Flandern unterwürfig machte.

Der König ernannte ihn zu seinem Oberkammerjun-ker, um ihn desto näher um sich zu haben. Auch in die-sem Amte, verrichtete er, sowohl als beyder Stelle einesHauptmanns der Leibwache, die er schon lange bekleidet hatte,alle seine Pflichten mit aller Beflissenheit und Aemsigkeitdie solche Aemter erfordern. Bey denen berühmten Feld-zügen, die die Welt durch die Geschwindigkeit der Siegeund durch die Menge und Wichtigkeit der eroberten Städte,in Erstaunen gesetzt hak, sah der Herzog von Aumcmr,der sich nie von seinem Könige entfernete, die weise Auffüh-rung und den unerschrockenen Muth seines erlauchten Herrnin der Nahe an; und indem er seiner eigenen Gefahr wenigachtete, so war er beständig zwischen der Bewunderungund Furcht in Bewegung; er war bezaubcrk, daß er ihn derGefahr Trotz biethen sah, und ohn Unterlaß besorgt, ihn zuverlieren. Das Vertrauen welches dieser große Prinz inihn setzte, war Ursache, daß er ihn in dasBulonesi'scheschickte, um vor den Unternehmungen der Feinde gesichertzu seyn, die der» Seeküsten droheten. Der Herzog vonAumont machte in kurzer Zeit solche weisliche Anstalten indieser Provinz, daß er fast in einem Augenblicke funfzehn-tausend Mann auf deu Beinen hatte. Ein einziges Zei-chen , setzte ein ganzes Volk in Waffen und ordnete dessenGlieder. Ein jeder kannte seine Officier und seine Fahne,und diese unerschrockene Mannschaft, hat unter einem geliebtenund erfahrenen Anführer, diese Gränzfestung so furchtbargemacht, und vertheidigte deren Zugänge gegen die fürch-

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