Leben.
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Herr Pavillon hat, es sey nun aus einiger natürlichenNeigung, womit ich mir mit Vergnügen schmäuchele, oderwegen meiner Ergebenheit gegen seine Person , die er anmir bemerkte, mir von meinen ersten Jahren an, vielenTheil an seiner Freundschaft gegönnek. Meine Liebe zuden Wissenschaften, nebst einer heftigen Begierde michnach guten Mustern zu richten und zu üben, reizte ihn an,die wenige Fähigkeit, welche er bey mir zur Beredsamkeitund Dichtkunst fand, zu bearbeiten, und mich den erha-bensten und seltensten Köpfen beizugesellen, welche Frank-reich damals auszuweisen hatte. Hätte ich Geschicklichkeitgenug gehabt von einer mir so vortheilhaften GesellschaftNutzen zu ziehen, was für ein Mann würde ich Ihnenmeine Herren nicht zu seyn scheinen? mit was für einer An-muth würde ich Ihnen nicht den liebenswürdigsten Mannabschildern ? was für Blumen würde ich nicht auf seinGrab streuen? Jedoch zu allem Glücke ist hier nicht derOrt zu Lobreden, ich muß mich nur in eine kurze Lebensbe-schreibung einschränken, um zu gleicher Zeit meiner Pflicht,als der Freundschaft eine Genüge zu thun, die ich seinemAngedenken schuldig bin.
Stephan Pavillon war im i6za Jahre zu Parisgebohren. Sein Vater ein Enkel eines der berühmtestenSachwalter des parisischen Parlaments, war damals beyganz ansehnlichen Mitteln, und durch die Verbindung, inwelche seiner Schwester Heirath ihn mit eines der vornehm-sten obrigkeitlichen Häuser gesetzt hatte, konnte er vernünf-tiger Weise hoffen, er würde für einen Sohn, der zu dengrößten und herrlichsten Bedienungen tüchtig war, eineansehnliche und ehrenvolle Versorgung finden können. Eswar ihm nicht genug, daß er ihn nur in allen guten Wis-senschaften unterrichten ließ; er wollte ihm auch, da er indie Welt trat, eine gründliche Erziehung ertheilen, dieihm sein Lebenlang statt eines Wegweisers dienen konnte.Zu diesem Ende schickt er ihn nahe zu seinem Bruder, demBischöfe von Alek, dessen Gottseligkeit so bekannt gewesen
B b z ist.