Band 
Zweyter Theil.
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-es donnernden Jupiters. rz

Nach dem August sieht man den donnernden Jupi-ter nicht eher auf den Münzen, alö unter dem Hadrianrund wir können nicht errathen, bey welcher Gelegenheit erdiejenige schlagen lassen, die dieses Bild führet. Wir ha-ben auch Münzen vom Diocletian, auf welcher ein imDonnern begriffener Jupiter steht, mit der Umschrift: lomtulZerstori et kulAurstori.

Dieser Aberglaube war unter den ersten christlichen Kai-sern schwer zu vertreiben: und wir sehen, daß Eonstamm,der ihn noch nicht recht abschaffen durfte, ein Geseß ma-chen müssen; nach welchem , wofern sein Pallast, oder ir-gend ein ander Haus vom Donner gerührt würde, selbigesGebäude durch Beyhülfe der Vogeldeuter, nach altemGebrauche gereiniget werden sollte.

IV.

Von der Religion der

Reisenden.

-714.

ist ein ziemlich gemeines Sprüchwort, daß, werviel gereuet ist, gemeiniglich nicht eben der frömmstesey. Erasmus, der nicht gern eine Gelegenheitvorbey ließ, solche Materien abzuhandeln, an denen erseine satirische Gemüthsart üben konnte, hat von dieser Sa-che ein Gespräch gemacht, worinnen er die Misbrauche ge-wisser Wallfahrten entdecket, an welchen die Andacht, dieihnen zum Deckmantel dienete, nicht allemal den größtenAntheil hakte. Herr Blancharr beweist indessen, dochohne den Erasmus und sein Gespräch zu tadeln, daß zuallen Zeiten die Reisenden, Merkmaale ihrer Frömmigkeitund Gottesfurcht gegeben haben. Dieses that er in einerAbhandlung, die er 1714 der Akademie vorgelesen.

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