Z8 VI. Boivin von der königlichen
haben, den Moses im 2 B. v. 14 anführet: Daherspricht man in dem Buche von den Streiten desHerrn, daß Vaheb in Supha, und die Dache amArnon, und die Duelle der Bäche, welche reichthinan zur Gradt Ar rc. dessen eigentlicher Sinn dieserist, daß Gott im Sinne hatte, nahe bey dem Strome Ar-non, in dem Lande der Ammorrhäer und Moabiter, ebendie Wunder zu thun, die er beym Uebergange durchs rotheMeer gethan hatte; und daß er die Könige der Amorrhäerverstecken wollte, eben wie er den König von Aegyptenverstecket hatte. Jedoch ohne ferner d?n Sinn dieserStelle auszuforschen, welche im Hebräischen nicht einmaleinen vollkommenen Verstand hat (/); so ist es genug, wennman die Unmöglichkeit der ägyptischen Eroberung durch dieJsraeliken zeiget, welche wenig Jahre nach Josephs Tode,in gar zu geringer Anzahl, und nur 71 Jahre nach ihrerAnkunft in dieses Königreich waren, um die Bemeisterungdesselben zu unternehmen; und es ist ganz «»nützlich, dieUeberläuser so sie gemacht hatten, unter ihr Heer zu stellen.Fremde, in eine kleine Provinz vertriebene Leute, brin-gen kein Heer von 242 tausend Mann, in kurzer Zeit, ohneGeld, noch Beystand auf, ohne daß die Statthalter eserfahren, und dem Könige selbst es zu Ohren komme. Die-jenigen so sich zu einer Religion wenden, setzen sich deswe-gen nicht wider den rechtmäßigen Landesherrn, wider seinHaus und seine Kinder; und zudem sagt die heiligeSchrift (5): daß, sobald die Juden angefangen sich zuvermehren, Pharao darüber unruhig geworden sey, undbeschlossen habe, sie zu unterdrücken. Sie geriethen folglichin die Knechtschaft, sobald sie nur anfingen, sich durch ihreAnzahl furchtbar zu machen: und in diesem Stande blie-ben sie, bis Moses sie befreyete. Wo ist nun die Zeit ih-res königlichen Standes? Wohin will man eine Regierungvon zwey hundert neun und fünfzig Jahren setzen?
Mai,
l f) Man sehe den Feerarius, (§) L B. Mos. i. v. S-
Varablus, Merceru» u. a.