Band 
Zweyter Theil.
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von der Gastfreyheit. 59

len geschehen war, so glaubte man doch, daß er denZorn aller Götter nach sich zöge. Selbst das Kriegs-recht, hob das Recht der Gastfreyheit nicht auf: und eswar also ewig, wofern man ihm nicht auf eine feyerli-che Weise entsagete. Ein Gebrauch der bey solcher Ge-legenheit beobachtet ward, war, daß man das Zeichender Gastfreyheit zerbrach; und einem ungetreuen Freun-de andeutete, daß man auf ewig mit ihmgebrochen hatte.

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IX.

Des Hn.Abts Banier Unterschied

der zween Minos.

Schriftsteller, welche von dem Minos geredethaben, sind fast alle in denselben Fehler gefal-len, indem sie nur einen einzigen Prinzen diesesNamens kennen; hieher gehören unter andern, Apollo--dor,(*) Srrado t und plurarcy (^ ). Selbst diejenigen,welche einen Unterschied zwischen denen zween kretischenKönigen machen, die den Namen Minos geführet ha-ben, verwirren gleichwohl die Geschichte: indem sie voneinem und demselben Könige, bald als von einem wei-sen Gesetzgeber; bald und sehr oft wieder, als von einemgrausamen und unmenschlichen Wüteriche reden. DerAbt Banier hat sich im i-^zten Jahre besonders be-müht, diese zween Prinzen durch so verschiedene Charactere abzuschildern, daß es unmöglich ist, sich hierumzu irren.

Der

(*) Lib. I» z. -j I. is. O) In l'kelea.