Band 
Zweyter Theil.
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70 XI. Hn. Simons Abhandlung ,

geschlichen. Hier ist der Grund einer von den vornehm-sten Feyerlicdkeiren, die bey den Sarurnalien beobachtetwurden Du Gewalt der Herren über ihre Sklaven wardaufgeschoben: sie aßen mit einander; die Sklaven hattendie Freyheit, alles zu rbun und zu sagen, was sie wollten;ja ihre Herren macbten sich ein Vergnügen daraus, Standund Kleider mit ihnen zu verwechseln.

Man will, daß dieses Fest gleich seit dem Janusangefangen habe, der den Saturn überlebte, und ihnunter die Zahl der Götter versetzte. Zu Athen gab es eineben dergleichen Fest, genannt; und zu Babylon

eines, welches Sacheas hieß.

Zu Thessalien feuerte man ein sehr altes Fest, wel-ches mit den Sacurnalien viele Verwandschaft hatte, unddavon es auch wohl der Ursprung seyn mag. Die pelas-ger, als neue Einwohner von Dämonien brachten demJupiter ein feyerlich Opfer: als ein Fremder, Namenspclorus ihnen zu melden kam, daß ein Erdbeben diebenachbarten Gebirge zertrennet hatte; die Gewässer ei-nes großen Morastes, Tempo genannt, hatten sich inden Fluß peneus ergossen, und eine große und schöneEbene entdecket. Bey Anhörung einer so angenehmenZeitung, bitten sie den Fremdling, mit ihnen zu essen; siemachen sich ein Vergnügen,ihn zu bedienen, und erlaubenSauch ihren Sklaven, an der allgemeinen Freude Theil znnehmen. Da sie nun diese Ebene sogleich in Besitz nah-men, die nunmehr das vortreffliche tempisthe Thal ge-worden war: so fuhren sie alle Jahre mit eben diesem O-pfer gegen den Jupiter, mit dem Zunamen pelorinusfort; indem sie auch den Gebrauch wiederholten, denFremden und ihren Sklaven zu essen zu geben, welchenletztem sie dabey alle Arten von Freyheit erlaubten. Alsnun in der folgenden Zeit die pelasger aus Hamonienverjaget wurden: so ließen sie sich auf Befehl des dodoni-»sehen Orakels, in Italien nieder, welches ihnen geboth,dem Gacumus und Pluto Opfer zu bringen. Die dun«