Band 
Zweyter Theil.
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von den Gebrauchen der Römer rc. 75

Sicherheit zu bringen. Nach diesem Begriffe hat HerrBlanchard im i?izken Jahre seine Abhandlung gemache,davon wir hier einen Auszug mittheilen wollen.

Dionystus von Halicarnaß bemerket, daß die Altengeflissener gewesen, vortheilhafte Lagen, als große Plätze, zuGrundlegung ihrer Städte auszusuchen. Man umgab sel-bige sogar gleich anfangs nicht einmal mit Mauern. Sierichteten in festgestellter Weite, Thürme auf; und derZwi-schenraum, welcher sich von einem Thurm zum andern be-fand , ward /!/§<7-!7r'v^rov oder , genennet.

Dieser Zwischenraum nun wurde durch Wagen umzäunst,oder durch Baumklötzer, und kleine Hütten beschützt, umdio Wachen darinnen zu haben. Festus ^bemerkt, daß dieHetrurier Bücher aufbewahret, in welchen die Gebrauchegestanden, die man bey Grundlegung der Städte, der Al-täre und Tempel, der Mauren und Thore beobachtet: undPlutarch saget, daß RomuluS, als er die Grundsteine derSradt Rom legen wollen, aus Hetrurien Leute kommenlasten, die ihm Stück vor Stück alle Gebräuche zeigen müs-sen, die er, nach denen Vorschriften, zu beobachten hätte,die sie davon eben so gewissenhaft aufbewahrten; als dieje-nigen , welche sie, was die Geheimnisse und Opfer betraf,aufhoben. Dionystus von Halikarnaß erzählet ferner, daßman zur Zeit des Romulus, ehe man noch irgend etwasunternommen, das zur Grundlegung einer Stadt gehörete,erst geopfert habe, nach welchem man einige Feuer vor denGezelten angezündet; und daß diejenigen, die bey diesenCeremonien irgend etwas zu thun gehabt, um sich zu rei-nigen , über diese Feuer gesprungen : indem sie nicht ge-glaubt, daß man ste, wofern sie nicht ganz rein wären,zu irgend einer Befchäfftigung brauchen könnte, zu welcherman mit so ehrerbiethigen Empfindungen kommen müßte.Nach diesem Opfer, grub man eine runde Grube, inwelche man sogleich die Erstlinge von allen denen Dingenwarf, die den Menschen zu essen erlaubt sind. Alsdannwarf man einige Hände voll von der Erde desjenigen Lan-des