Band 
Zweyter Theil.
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8o xn. Blanchards Abhandlung,

„auf die Bedeutung' des Wortes geht, für kostmoermm„gesetzt. Dieses ist ein Zwischenraum von Erde, den die„Hetrurier um die Oerter herum, allwo sie die Stadtmau-„ren aufführen wollten, feyerlich einweiheten; damit die„Häuser, die man inwendig aufbauete, nicht bis an die„Mauren laufen möchten, wie man anjetzt thut: und da»„mit es auch außen um die Stadt etwas unbearbeitetes„Feld gäbe. Die Römer nennten diesen Raum kmnoeri-„um , und er dorfte weder bewohnet noch beackert werden;„nicht sowohl, weil er diesseits der Mauer, als weil die„Mauer jenseits war."

Diese Stelle scheint sehr deutlich zu seyn, und hier istdie andere aus dem Aggenus Urbicus, einem alten AuslegerFrvntins, cie t^ualitake a^rorum. komoerium ist ein ge-wisser Raum außer den Mauren. „In einigen Städten„gab es auch inwendig einen Zwischenraum, darauf die,,Bürger keine Gebäude führen borsten, aus Furcht dem„Grunde der Mauer zu schaden. "

Tacitus scheint j zu sagen, daß die Erde, soweit sichdas römische komoerlum erstrecket, durch gewisse Gränzenbezeichnet gewesen, die man auf Befehl des Romulus, amFusse des palatinischen Berges setzen müssen. Und nahean diesen Gränzen wurden die Altäre gesetzt, auf welchenman oberwähnte Opfer anstellte. Es war keiner Privat-person erlaubt, den Pflug in den eingeschränkten Raum zutreiben, den man ?oinoerium nannte. Uebrigens konntekein Mensch diese Gränzen oder Schranken fortrücken, inder Absicht die Stadt zu vergrößern; wofern er nicht dieGränzen des Reichs durch Eroberung erweitert hatte. Als-dann hatte er die Freyheit es zu thun, und zwar unter demVorwande, das Glück und die Schönheit der Stadt zu ver-mehren ; indem er neue Bürger hineinführete,die ihre Geschick«lichkeit dahin brächten, und die Künste und Wissenschaften da-selbst höher treiben könnten. TacituS und Aulus Gellius ha-ben die Zeiten bemerkt, da man den Umfang der Stadt Romerweitert, und folglich das komoerium weiter gerücket hak.

Nach«