Lager an der Rhone. ,21
Jser in die Rhone fällt, nach dem viertägigen Zuge,gelagert habe, von welchem polydius und Livius reden.
Er setzt voraus , daß Hannibal, zwischen Orangeund Avignon, über die Rhone gegangen. Daselbst warer noch vier Tagreisen vom Meere und Scipions Kriegs-heere, eine Tagreise vom kom 8t. Lss>rit, allwo Harmsüber diesen Fluß hatte setzen sollen , um die Barbarn an-zugreifen. Und da er also nur i8 Meilen vom Jserstromewar; so konnte er leicht in vier Tagen hinkommen: da-hingegen er ZZ bis 40 Meilen von der Saone gewesen,wohin er ein bereits abgemattetes Kriegsherr, nicht an-ders als mit übertriebenen Zügen hatte führen können.
Livius redet so von der Sache: gu-wti« callris säInlulsin perveuit, ibi lilio6snu«gue sinne« ciivcrli,ex ^Ipibu« öeeunente«, sligusntum smplexi conllu-uiit in unum. Diese Worte ^ , schei-
nen der Saone nicht zuzukommen, die vom Berge Vsugekömmt, und eben dieß hak dem Cluver Gelegenheit gege-ben , diese Stelle zu verbessern. Allein dieser Beweis istnicht hinlänglich; indem Strabo unts Ptolomäuö, eben-falls gesagt haben, daß die Saone von den Alpen ent-springt. Man hätte auf die Worte rrZri sligusntum com-xlexi, genauere Acht haben müssen, als man gethan hat.Aus diesen zieht Herr Mandajors, die Nothwendigkeitder Verbesserung. Diese Worte setzen eine Halbinsel zumvoraus, die durch zween Flüsse entsteht, welche, da sie an-fangs ziemlich nahe beysammen laufen, sich nachgehendeentfernen, und endlich wieder zusammen stoßen. Diesesthut nun die Saone im Absehen auf die Rhone nicht,als der sie sich nur nähert, um sich in sie zu ergießen; da-hingegen die Jser, sich bey Mommelian nach der Rhonezufüget, und, indem sie mittagwärtS wieder abweicht, sichendlich in diesen Fluß ergießt; nachdem sie auö einem Theiledes Delphinats eine Halbinsel gemacht hat. Wenn LiviuSvon dem Lager redet, wo Hannibal gestanden, so sagt er:
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