,z6 xxm. Was der Chor in
sich auf diese Weise ausdrückt, so ist es augenscheinlich, daßer sich mit den Kindern wegbegiebt; und wenn noch eineZahl von Priestern den ihm wäre, welche da bleiben undden Chor ausmachen sollte: so müßte er nothwendig auchbey ihnen bleiben; oder doch etwas zu seiner Entschuldigungsagen, warum er nicht bey ihnen bliebe. Denn was wärewohl verkehrter, als daß, da man einen Chor von altenOpferpriestern vorstellen wollte, der einzige Priester Iuepirers davon gienge ? er, der von rechtswegen der vor-nehmste und das Haupt des Chores seyn sollte.
Nach Herrn Daciers Meynung, kömmt es daraufan, daß man wisse, was für Personen denn eigentlich denChor dieses Stückes ausmachen ? Der griechische Scho-liast will, daß in dem Augenblicke, da der Oberpriester mitden Kindern fortgeht, eine gewisse Zahl khebanischer Ein-wohner auftrete und den Chor mache.
Herr Boivin antwortet hierauf, der ankommendeChor, es sey nun daß er, aus einer gewissen Anzahl The-baner, oder aus dem ganzen Volke bestehe, wie der Scho-liast anzudeuten scheint, gebe gar nicht zu erkennen, daß er >von dem Orakel etwas wisse, welches D.reon mitgebrachthat. Der Chor weis zwar, daß ein Orakel vorhanden ist;aber er weis nicht, was es gesagt hat. In Theben breitetsich ein Gerücht von einem Orakel aus. Sogleich erscheintder Chor, und will wissen, was das für ein Orakel sey,davon man ihm noch, weder die Ausdrücke, noch den In-halt bekannt gemacht hat. Als eine Probe, daß der Chorunmöglich diejenige Zahl von Opferpriestern seyn kann, wel-che Herr Datier voraussetzt, ist dieses zu rechnen: daß derChor in dem ersten Zwischcnraume ganz und gar nicht weis,was das Orakel befohlen hat, und kein Wort von dem ein-zigen Mittel sagt die Pest zu endigen; nämlich, daß manden Mörder des Lajus bestrafe. Das wäre ja sehr wun-derlich, wenn eben dieser Chor aus einer Zahl von Prie-stern bestünde, welche bey Areons Ankunft und seiner Un-terredung mit dem (Dedipus, eben so gut zugegen gewesen
wären,